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Basbousa: saftiger arabischer Grießkuchen

Dan Špaňhel Tunesien Aktualisiert Keine Kommentare

Basbousa (بسبوسة), manchmal auch Namoura, Revani oder in Tunesien Harissa genannt (nicht zu verwechseln mit der tunesischen Paprikapaste gleichen Namens), ist eine traditionelle arabische Süßspeise, die im Nahen Osten, in Nordafrika und im östlichen Mittelmeerraum sehr beliebt ist. Es handelt sich um einen saftigen, süßen Kuchen aus Grieß, der mit Sirup getränkt und oft mit Kokosraspeln oder Nüssen serviert wird.

Basbousa: saftiger Grießkuchen.
Basbousa: saftiger Grießkuchen.

Das Wort "Basbousa" geht auf das arabische "basa" zurück, was so viel wie "mischen" oder "drücken" bedeutet - eine Anspielung darauf, wie der Teig zubereitet wird.

Die Grundlage des Kuchens ist ein Teig aus grobem Weizengrieß. Nach dem Backen wird der Kuchen mit süßem Zuckersirup übergossen. Dadurch bleibt die Basbousa innen herrlich saftig. Der Grieß ist dabei absolut entscheidend, denn er bestimmt Struktur, Geschmack und Duft des Kuchens. Durch die grobe Körnung bekommt der Kuchen eine typisch körnige, leicht knusprige Textur, die einen schönen Kontrast zur Saftigkeit des sirupgetränkten Teigs bildet. Außerdem ist das Dessert ziemlich einfach zu machen - es braucht weder komplizierte Zutaten noch aufwendige Handgriffe.

Basbousa: saftiger Grießkuchen.
Basbousa: saftiger Grießkuchen.

Die Basbousa ist eine beliebte Süßigkeit bei Feiern und Festen aller Art. In der arabischen Welt kommt sie oft im Fastenmonat Ramadan auf den Tisch, wenn nach Sonnenuntergang das Fasten gebrochen wird. In Ägypten, im Libanon oder in Palästina ist sie ein gängiges Dessert auf Hochzeiten, wo sie manchmal mit Mandeln verziert wird. In der Türkei backt man sie zum Eid al-Fitr (dem Fest des Fastenbrechens), in Griechenland dagegen zu Ostern.

Auch wenn das Grundrezept für Basbousa in den einzelnen Regionen ähnlich ausfällt, gibt es ganz sicher nicht die eine "richtige" Version dieser beliebten Süßspeise. Im Gegenteil: Basbousa gibt es in unzähligen Varianten und lokalen Abwandlungen. Mancherorts kommt Kokos in den Teig, anderswo Nüsse oder Milchpulver. Die griechische Version setzt auf Orangenschale und Zimt, während die türkische in einem dünneren, weniger süßen Sirup mit Rosenwasser zieht.

Guten Appetit!

Dan Špaňhel

Dan Špaňhel

Ich bin Dan. Ich schreibe nur über das, was ich selbst gekostet habe - vom Straßenstand bis zum Michelin-Stern. Für gutes Essen habe ich die halbe Welt bereist und alles Mögliche probiert - auch das Unmögliche.

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