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Was isst man in Tschechien? Typische tschechische Gerichte und Spezialitäten

Dan Špaňhel Aktualisiert Keine Kommentare

Die tschechische Küche ist bekannt für Fleischgerichte mit sämigen Soßen. In ihr spiegeln sich die unterschiedlichen gastronomischen Einflüsse der Nachbarländer wider, vor allem der österreichischen und der ungarischen Küche, aber auch andere Nachbarländer haben ihre Spuren hinterlassen. Trotzdem hat sie ihren ganz eigenen Charakter bewahrt und bietet eine Reihe von Gerichten, die du nirgendwo anders findest.

Das tschechische Nationalgericht: Svíčková mit Rahmsoße, böhmische Knödel und Karlsbader Knödel, Schlagsahne, Preiselbeeren.
Das tschechische Nationalgericht: Svíčková mit Rahmsoße, böhmische Knödel und Karlsbader Knödel, Schlagsahne, Preiselbeeren.

Charakteristisch für die tschechische Küche sind hochwertige lokale Zutaten wie Fleisch (vor allem Schwein und Rind), Kartoffeln, eine breite Palette an Gemüse (Kraut, Wurzelgemüse), Pilze, Sahne, Eier, Mehl und Sauerteigbrot. Eine wichtige Rolle spielen Soßen und Knödel als Beilage. Viele traditionelle Gerichte haben ländliche Wurzeln und spiegeln die Geschichte des Landes wider, als es galt, hart arbeitende Menschen satt zu bekommen.

Typisch tschechisches Essen

Zu den typisch tschechischen Gerichten, die nicht nur bei Einheimischen, sondern auch bei Besuchern aus dem Ausland beliebt sind, gehören vor allem Gerichte nach traditionellen Rezepturen aus lokalen Zutaten.

Typisch tschechisches Essen: Kartoffelknödel gefüllt mit geräucherter Rippe, dazu Rotkraut.
Typisch tschechisches Essen: Kartoffelknödel gefüllt mit geräucherter Rippe, dazu Rotkraut.

Eines der bekanntesten und beliebtesten tschechischen Gerichte ist zweifellos die Svíčková mit Rahmsoße. Für dieses Gericht wird Rindfleisch zusammen mit Wurzelgemüse und Gewürzen langsam weich geschmort. Die Soße wird mit Sahne verfeinert und mit böhmischen Knödeln, Preiselbeeren und oft auch einer Zitronenscheibe und Schlagsahne serviert. Die Svíčková gilt als Festessen und kommt gern zu feierlichen Anlässen wie Hochzeiten auf den Tisch.

Ein weiteres beliebtes tschechisches Gericht ist Vepřo-knedlo-zelo, also Schweinebraten mit böhmischen Knödeln oder Kartoffelknödeln und geschmortem Kraut.

Auch das Gulasch hat sich, obwohl es ursprünglich aus Ungarn stammt, seinen Platz auf tschechischen Speisekarten erobert. Tschechisches Gulasch wird traditionell aus Rindfleisch zubereitet, das mit Zwiebeln, Knoblauch, Paprika und Kümmel geschmort wird. Das Ergebnis ist eine dicke Soße mit zarten Fleischstücken, die meist mit böhmischen Knödeln oder Brot serviert wird.

Typisch tschechische Süßspeise: Dukatenbuchteln mit Vanillecreme.
Typisch tschechische Süßspeise: Dukatenbuchteln mit Vanillecreme.

Die tschechische Küche ist außerdem berühmt für ihre Süßspeisen und Mehlspeisen. Zu den bekanntesten gehören Obstknödel aus Quark- oder Hefeteig, gefüllt mit ganzen Pflaumen, Aprikosen oder Erdbeeren. Nach dem Kochen werden die Knödel mit geriebenem Quark und Zucker bestreut und mit zerlassener Butter übergossen.

Das tschechische Nationalgericht

Wenn du uns Tschechen fragst, was unser Nationalgericht ist, laufen die Antworten sehr wahrscheinlich auf zwei Favoriten hinaus: Svíčková mit Rahmsoße und Vepřo-knedlo-zelo. Die Svíčková, geschmortes Rindfleisch mit Gemüse und Sahne, wird traditionell zu festlichen Anlässen serviert. Vepřo-knedlo-zelo, bestehend aus Schweinebraten, Kraut und Knödeln, ist die volkstümlichere und günstigere Variante, die du auf der Karte der meisten tschechischen Kneipen findest. Beide Gerichte haben eine lange Geschichte. Und auch wenn die Meinungen zum tschechischen Nationalgericht auseinandergehen mögen, eines ist sicher - das tschechische Nationalgetränk ist Bier.

Typisch tschechisches Schlachtfest-Essen: Jitrnice, eine Grützwurst.
Typisch tschechisches Schlachtfest-Essen: Jitrnice, eine Grützwurst.

Was du in Tschechien probieren solltest

  • Svíčková mit Rahmsoße. Rinderbraten mit Rahmsoße, serviert mit Knödeln, Schlagsahne und Preiselbeeren. Die Svíčková ist ein typisches tschechisches Festessen und gilt als eines der Nationalgerichte.
  • Vepřo-knedlo-zelo. Typisch tschechisches Gericht aus Schweinebraten, Knödeln und Kraut. Diese Kombination ist im ganzen Land beliebt und gilt ebenfalls als eines der Nationalgerichte.
  • Schnitzel. Paniertes Schnitzel vom Schwein oder Huhn ist ein sehr beliebtes Hauptgericht. Meist gibt es dazu Kartoffelsalat oder Kartoffeln. Ein Klassiker der tschechischen Küche.
  • Bier. Tschechien ist berühmt für seine Bierkultur und die Vielzahl an Marken und Sorten. Bier ist ein fester Bestandteil der tschechischen Kultur und des gesellschaftlichen Lebens.
  • Rinderbrühe mit Leberknödeln. Eine kräftige Rinderbrühe mit Leberknödeln ist die typisch tschechische Suppe. Sie ist im ganzen Land beliebt und wird oft als erster Gang des Sonntagsessens serviert.
  • Gebackener Käse. Panierter und frittierter Käse, oft mit Pommes frites und Sauce Tartare serviert. Der "Smažák", wie er liebevoll genannt wird, ist für viele Tschechen das ultimative Comfort Food.
  • Gulasch. Würzig geschmortes Rind- oder Schweinefleisch mit Paprika und Zwiebeln, serviert mit Knödeln oder Brot. Gulasch ist in ganz Mitteleuropa verbreitet, in Tschechien hat es seinen ganz eigenen Geschmack.
  • Kartoffelknödel gefüllt mit Rauchfleisch. Ein größerer Kartoffelknödel, gefüllt mit Stücken von geräuchertem Fleisch und serviert mit Kraut, ist vor allem in den Wintermonaten beliebt. Die Kombination aus Kartoffeln und Geräuchertem ist typisch für die tschechische Küche.
  • Quarkknödel mit Obstfüllung. Knödel aus Quarkteig, gefüllt mit Obststücken (meist Erdbeeren, Aprikosen oder Pflaumen), übergossen mit Butter und bestreut mit Quark und Zucker, sind ein beliebtes süßes Hauptgericht oder Dessert. Quarkknödel haben in Tschechien eine lange Tradition.
  • Hefeknödel mit Obstfüllung. Hefeknödel, gefüllt mit ganzen Pflaumen oder Aprikosen, übergossen mit Butter und bestreut mit Quark und Zucker, sind eine weitere traditionelle tschechische Süßspeise. Die Verbindung von saisonalem Obst und Hefeteig ist typisch für die tschechische Küche.
  • Dukatenbuchteln mit Vanillecreme. Kleine Hefebuchteln, übergossen mit Vanillecreme, sind ein einfaches, aber sehr beliebtes Dessert.
  • Mährischer Wein. Mähren ist das wichtigste Weinbaugebiet Tschechiens, mährische Weine sind für ihre Qualität bekannt. Zu den typischen Rebsorten gehören Grüner Veltliner, Müller-Thurgau, Rheinriesling oder Blaufränkisch. Als nationale Rebsorte gilt der Welschriesling. Der Weinbau hat in Mähren eine lange Tradition.
  • Koláče. Süßes rundes Gebäck mit verschiedenen Füllungen wie Quark, Pflaumenmus oder Obst.
  • Chlebíčky. Kleine belegte Weißbrotscheiben mit verschiedenen Belägen und Garnituren, die bei Feiern gereicht werden. Die Chlebíčky sind typisch für das tschechische kalte Buffet und haben in der tschechischen Gastronomie eine lange Tradition.
  • Kulajda. Cremige Kartoffelsuppe mit Pilzen, Dill und Ei. Die Kulajda stammt aus Südböhmen und ist im ganzen Land eine beliebte Suppe.
  • Česnečka. Kräftige Knoblauchsuppe mit Kartoffeln, oft mit Croutons und Käse serviert. Die Česnečka ist ein beliebtes Wintergericht und wird gern zur Vorbeugung gegen Erkältungen oder als Mittel gegen den Kater gegessen.
  • Zelňačka.
    Suppe aus Sauerkraut, Kartoffeln und Wurst. Die Zelňačka ist eine typisch tschechische Suppe, die oft im Winter auf den Tisch kommt.
  • Ente mit Knödeln und Kraut. Gebratene Ente, serviert mit böhmischen Knödeln oder Kartoffelknödeln und Rot- oder Weißkraut. Diese Kombination ist in Tschechien zu festlichen Anlässen und Familienfeiern außerordentlich beliebt.
  • Moravský vrabec ("mährischer Spatz"). Schweinefleischstücke, gebraten mit Knoblauch und Kümmel, serviert mit Knödeln und Weißkraut.
  • Becherovka. Kräuterlikör aus Karlsbad, der nach einer geheimen Rezeptur hergestellt wird. Die Becherovka ist ein beliebter tschechischer Digestif.
  • Utopenci. Pikant eingelegte Würste mit Zwiebeln, Paprika und Gewürzen. Die Utopenci (wörtlich "Ertrunkene") sind ein beliebter Kneipensnack.
  • Olmützer Quargel. Aromatischer Reifekäse aus Olomouc (Olmütz), hergestellt aus entrahmter Milch. Die Olmützer Quargel haben einen ganz eigenen Geruch und Geschmack und tragen eine geschützte geografische Angabe.
  • Tatranky. Beliebte Waffeln mit verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Schokolade, Haselnuss oder Erdnuss. Die Tatranky sind ein tschechisches Waffel-Phänomen und werden schon seit 1945 hergestellt.
  • Buchteln. Süßes Hefegebäck, gefüllt mit Quark, Mohn oder Pflaumenmus. Buchteln sind ein typisch tschechisches Dessert und kommen sogar in tschechischen Märchen vor.
  • Frgály. Große runde Kuchen aus der mährischen Walachei mit verschiedenen Füllungen wie Quark, Pflaumen- oder Birnenmus. Die Frgály sind eine regionale Spezialität.
  • Karlsbader Oblaten. Dünne, knusprige Oblaten, die nach traditioneller Rezeptur in Karlsbad hergestellt werden.
  • Kofola. Alkoholfreies Getränk mit Cola-Geschmack, das seit 1960 nach der Originalrezeptur hergestellt wird. Die Kofola ist in Tschechien eine beliebte Alternative zu den bekannten Cola-Getränken.
  • Znaimer Gurken. Eingelegte Gurken aus Znojmo (Znaim), hergestellt nach traditioneller Rezeptur mit Dill und weiteren Gewürzen.
  • Lebkuchen. Süßes Honiggebäck, oft verziert mit Zuckerguss und verschiedenen Motiven. Lebkuchen haben in Tschechien eine lange Tradition und gehören zu vielen Festen und Märkten. Die berühmtesten Lebkuchen kommen aus Pardubice.

Typisch tschechische Getränke

Bier ist zweifellos das bekannteste und beliebteste tschechische Getränk. Tschechien blickt auf eine lange Brautradition zurück, die bis ins 10. Jahrhundert reicht. Zu den bekanntesten tschechischen Biermarken gehören Pilsner Urquell, Budweiser Budvar oder Krušovice. Daneben gibt es unzählige kleine Brauereien. Tschechisches Bier zeichnet sich durch seinen vollen Geschmack, eine feine Bitterkeit und einen für europäische Verhältnisse unglaublich günstigen Preis aus. Kein Wunder, dass die Tschechen zu den größten Bierkonsumenten der Welt gehören.

Pilsner Urquell. Das berühmteste tschechische Bier.
Pilsner Urquell. Das berühmteste tschechische Bier.

Ein weiteres typisch tschechisches alkoholisches Getränk ist die Becherovka, ein Kräuterlikör aus Karlsbad. Dieser Likör wird aus mehr als 20 Kräutern und Gewürzen hergestellt, deren genaue Zusammensetzung ein streng gehütetes Geheimnis ist. Die Becherovka hat einen charakteristischen Geschmack, der Süße, Bitterkeit und Würze verbindet. Oft wird sie als Digestif nach dem Essen serviert.

Freunde von Obstbränden werden die Slivovice lieben, einen traditionellen Obstbrand aus Pflaumen. Die beste Slivovice kommt aus Mähren. Eine gute Slivovice hat ein feines Pflaumenaroma und einen weichen Geschmack mit fruchtigen Noten. Getrunken wird sie pur, gekühlt, aus kleinen Gläsern. Neben Pflaumen werden in Tschechien auch andere Früchte destilliert, zum Beispiel Birnen (Hruškovice), Aprikosen (Meruňkovice) oder Kirschen (Třešňovice).

Mähren, der östliche Teil Tschechiens, ist berühmt für seine Weinberge und ausgezeichneten Weine. Dank idealer Bedingungen wie dem warmen Klima, fruchtbaren Böden und einer langen Weinbautradition erfreuen sich mährische Weine bei Weinliebhabern großer Beliebtheit. Am häufigsten angebaut werden Grüner Veltliner, Rheinriesling, Müller-Thurgau und Welschriesling, der als nationale tschechische Rebsorte gilt; bei den blauen Sorten sind es Blaufränkisch und Spätburgunder.

Weinberge gibt es sogar in Prag. Einen Besuch wert ist zum Beispiel der Weinberg der hl. Klara nahe dem Prager Zoo. Vor der Lese ist das ein magischer Ort.
Weinberge gibt es sogar in Prag. Einen Besuch wert ist zum Beispiel der Weinberg der hl. Klara nahe dem Prager Zoo. Vor der Lese ist das ein magischer Ort.

Zu den beliebtesten alkoholfreien Getränken Tschechiens gehört die Kofola, die tschechische Alternative zur Coca-Cola. Die Kofola wird gekühlt serviert und ist besonders in den Sommermonaten beliebt, getrunken wird sie aber das ganze Jahr über.

Wie du tschechisches Essen in vollen Zügen genießt

  • Probiere die traditionellen tschechischen Gerichte. Knödel, Gulasch, Svíčková, Vepřo-knedlo-zelo, paniertes Schnitzel und viele weitere Klassiker gehören zu den Grundpfeilern der tschechischen Küche.
  • Koste die regionalen Spezialitäten. Tschechien hat eine reiche Regionalküche. Probiere Olmützer Quargel, walachische Frgály, Pardubicer Lebkuchen oder Znaimer Gurken. Jede Region hat eine Köstlichkeit, auf die sie stolz ist. Die meisten dieser Spezialitäten bekommst du aber im ganzen Land.
  • Besuche die Bauernmärkte. Auf den Märkten findest du frische, hochwertige Zutaten direkt vom Erzeuger. Hervorragendes Gemüse, duftende Backwaren, Käse, Wurstwaren und vieles mehr. In Prag sind die Bauernmärkte an der Náplavka oder auf dem Platz Jiřího z Poděbrad besonders beliebt.
  • Mach eine Weintour durch Südmähren. Südmähren ist für seinen Wein berühmt. Mein persönlicher Tipp? Besuche das Festival der offenen Weinkeller. An einem verlängerten Wochenende verkostest du Dutzende Weine und regionale Spezialitäten!
  • Gönn dir ein Degustationsmenü tschechischer Gerichte in einem Restaurant, das bei Einheimischen einen guten Ruf genießt. Du lernst die tschechische Gastronomie von einer ganz neuen Seite kennen. Das Restaurant La Degustation Bohême Bourgeoise trägt einen Michelin-Stern und kocht (Überraschung!) tschechische Küche. Ein weniger kostspieliges Erlebnis bietet das Restaurant U Kalendů (direkt gegenüber finden samstags die Bauernmärkte an der Náplavka statt). Beide liegen in Prag, großartige Restaurants findest du aber in ganz Tschechien.
Typisch tschechische Suppe: Rinderbrühe mit Leberknödeln.
Typisch tschechische Suppe: Rinderbrühe mit Leberknödeln.

Regionale tschechische Küche und Spezialitäten

  • Die südböhmische Küche ist bekannt für ihre Süßwasserfische, vor allem Karpfen und Forelle. Der Karpfen aus Třeboň ist in ganz Tschechien berühmt. Südböhmen ist außerdem die Heimat der Jihočeská niva, eines köstlichen Blauschimmelkäses nach Roquefort-Art, sowie des Käses Blaťácké zlato.
  • Die Region Pilsen ist berühmt für ihr Bier, aber auch für ihre ausgezeichnete Küche. Von hier stammen auch die chodischen Kuchen (chodské koláče) mit verschiedenen Füllungen wie Quark, Mohn oder Pflaumenmus.
  • Die mittelböhmische Küche ist von der Nähe zu Prag geprägt und bietet viele typisch tschechische Gerichte. Der Prager Schinken ist die bekannteste regionale Spezialität.
  • Die mährische Küche ist berühmt für die Olmützer Quargel, einen Reifekäse aus entrahmter Milch. Aus der mährischen Walachei stammen die Frgály, große runde Kuchen mit verschiedenen Füllungen. Eine regionale Spezialität Nordmährens sind zum Beispiel die Štramberker Ohren (štramberské uši). Auch der mährische Wein hat hier ein hohes Niveau.
Typische regionale Spezialität aus Nordböhmen: Hochzeitskuchen (kecané koláče).
Typische regionale Spezialität aus Nordböhmen: Hochzeitskuchen (kecané koláče).

Berühmte tschechische Küchenchefs

  • Zdeněk Pohlreich (1957). Zdeněk Pohlreich ist einer der bekanntesten tschechischen Küchenchefs und TV-Persönlichkeiten. Berühmt wurde er vor allem durch seine Sendung "Ano, šéfe!", in der er Restaurants half, Qualität und Service zu verbessern. Pohlreich ist bekannt für seinen direkten, manchmal ruppigen Stil, mit dem er aber immer auf Perfektion hinarbeitet. Er besitzt mehrere Restaurants in Prag.
  • Radek Kašpárek (1981). Radek Kašpárek ist Küchenchef und Inhaber des Prager Restaurants Field, das einen Michelin-Stern erkocht hat. Kašpárek ist bekannt für seinen experimentellen Ansatz in der Küche und seine Fähigkeit, innovative Gerichte zu kreieren, die traditionelle tschechische Aromen mit modernen Techniken verbinden. Radek Kašpárek ist Hauptjuror der Show MasterChef Tschechien. Außerdem moderierte er die erste Staffel der tschechischen Version der TV-Show Hell's Kitchen Tschechien.
  • Roman Paulus (1975). Roman Paulus ist eine weitere große Persönlichkeit der tschechischen Gastronomie. Er war Küchenchef im renommierten Prager Restaurant Alcron, das unter seiner Leitung einen Michelin-Stern erhielt. Paulus ist bekannt für seine präzise Arbeitsweise und die Fähigkeit, traditionelle tschechische Rezepte mit modernen Techniken zu kombinieren.
  • Jan Punčochář (1979). Jan Punčochář gehört zu den bekanntesten Küchenchefs Tschechiens. Sein Restaurant U Matěje in Prag wurde schnell zu einer beliebten Adresse für Liebhaber guter tschechischer Küche. Punčochář setzt auf lokale und saisonale Zutaten. Zuvor war er Küchenchef im Restaurant Grand Cru. Jan Punčochář ist Juror bei MasterChef Tschechien.
  • Přemek Forejt (1987). Ein junger, talentierter Küchenchef, der sich einen großen Namen gemacht hat. Derzeit leitet er das Restaurant Entrée in Olomouc, das einen Michelin-Stern trägt. Přemek Forejt ist Juror bei MasterChef Tschechien.
  • Oldřich Sahajdák (1975). Oldřich Sahajdák ist Küchenchef und Mitinhaber des Restaurants La Degustation Bohême Bourgeoise in Prag, das einen Michelin-Stern erhalten hat. Sahajdák widmet sich der Neuinterpretation traditioneller tschechischer Rezepte mit modernen Techniken und lokalen Zutaten.
Moderne Interpretation des typisch tschechischen Gerichts
Moderne Interpretation des typisch tschechischen Gerichts "Vepřo-knedlo-zelo" von Přemek Forejt (Restaurant Entrée in Olomouc).

Tschechische Michelin-Restaurants

Die tschechische Gastroszene kann sich mit neun Restaurants mit dem prestigeträchtigen Michelin-Stern schmücken. Zwei Sterne hat als einziges Haus das Papilio in Vysoký Újezd, einen Stern dann das Field unter der Leitung von Küchenchef Radek Kašpárek, bekannt auch aus der TV-Show MasterChef Tschechien, das La Degustation Bohême Bourgeoise mit Oldřich Sahajdák an der Spitze sowie Levitate, Casa de Carli und Štangl in Prag, das Entrée in Olomouc, das Essens in Hlohovec und das La Villa in Zlín. Diese Häuser stehen für das Beste der tschechischen Haute Cuisine.

Neben den Michelin-Sternen wird in Tschechien auch die Auszeichnung Bib Gourmand vergeben, die achtzehn weitere Restaurants erhalten haben. Darunter sind das italienische Restaurant Dejvická 34, das tschechisch-französische Restaurant Na Kopci oder das The Eatery mit modern interpretierter tschechischer Küche. Weitere 52 Häuser sind im Guide Michelin für Tschechien mit der Empfehlung Selected gelistet. Mein aktueller Favorit auf der Liste ist das Výčep.

Karpfentatar mit Gurkensuppe aus dem (meiner Meinung nach) künftigen tschechischen Michelin-Stern-Restaurant - dem Prager Restaurant Vallmo.
Karpfentatar mit Gurkensuppe aus dem (meiner Meinung nach) künftigen tschechischen Michelin-Stern-Restaurant - dem Prager Restaurant Vallmo.

Wissenswertes über tschechisches Essen

  • Das älteste tschechische Kochbuch. Das älteste erhaltene gedruckte Kochbuch auf Tschechisch erschien bereits 1535. Am berühmtesten ist aber die "Domácí kuchařka" (Die Hausköchin) von Magdalena Dobromila Rettigová aus dem Jahr 1826, die bis heute als Standardwerk der tschechischen Küche gilt.
  • Karlsbader Becherovka. Die Becherovka, ein Kräuterlikör aus Karlsbad, wurde ursprünglich als Heilmittel hergestellt. Ihre Rezeptur ist streng geheim und nur einer Handvoll Menschen bekannt. Die Becherovka wird oft als Digestif getrunken und ist nicht nur in Tschechien, sondern auch im Ausland beliebt.
  • Tschechische Käse. Auch wenn Tschechien nicht so berühmt für seine Käse ist wie etwa Frankreich oder die Schweiz, hat es einige einzigartige Sorten. Eine davon sind die Olmützer Quargel, einer der wenigen tschechischen Käse mit geschützter geografischer Angabe in der Europäischen Union.
  • Kofola: Die Kofola ist ein beliebtes tschechisches Erfrischungsgetränk, das in den 1960er Jahren als Ersatz für Coca-Cola und Pepsi entstand, die damals in der Tschechoslowakei nicht erhältlich waren. Die Kofola hat einen unverwechselbaren Kräutergeschmack und ist bis heute sehr beliebt.
  • Der Trdelník ist nicht tschechisch. Obwohl der Trdelník auf tschechischen Märkten bei Touristen sehr populär ist, liegt sein Ursprung nicht in Tschechien. Er stammt aus Siebenbürgen (im heutigen Rumänien) und kam über die ungarische Küche nach Böhmen.
  • Pilsner Urquell. Die 1842 gegründete Brauerei Pilsner Urquell ist die Heimat des weltweit ersten hellen Lagerbiers nach Pilsner Art.
  • Tschechisches Brot. Tschechisches Brot ist bekannt für seinen charakteristisch säuerlichen Geschmack und seine lange Haltbarkeit. Traditionelles tschechisches Brot wird mit Roggensauerteig gebacken, was ihm seine unverwechselbare Säure verleiht.

Lass es dir in Tschechien schmecken!

Dan Špaňhel

Dan Špaňhel

Ich bin Dan. Ich schreibe nur über das, was ich selbst gekostet habe - vom Straßenstand bis zum Michelin-Stern. Für gutes Essen habe ich die halbe Welt bereist und alles Mögliche probiert - auch das Unmögliche.

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