Wein
Wein ist ein alkoholisches Getränk, das durch die Gärung von Trauben entsteht. Es gibt unzählige Weinsorten, grundsätzlich unterscheidet man aber zwischen Rotwein, Weißwein und Schaumwein. Geschmack, Farbe und Duft fallen bei jeder Rebsorte und jedem Winzer anders aus. Wann immer ich unterwegs die Gelegenheit habe, fahre ich hinaus in die Weinberge. Die schönsten habe ich bisher im französischen Saint-Émilion entdeckt. Den besten Wein der Welt keltern die Winzer in Frankreich und Italien, aber auch Tschechien hat Spitzenweine zu bieten. Auf Reisen probiere ich außerdem sehr gerne den örtlichen Dessertwein.
Albanischer Wein
Albanischer Wein gehört fest zur einheimischen Gastronomie. Das günstige Klima ermöglicht den Anbau verschiedener autochthoner Rebsorten, unter denen die roten Shesh i Zi und Kallmet, der als "König der albanischen Weine" gilt, sowie der weiße Shesh i Bardhë dominieren. Die Geschichte des Weinbaus prägten Phasen des Niedergangs unter byzantinischer und osmanischer Herrschaft und die Zentralisierung zu Zeiten des Kommunismus, nach 1991 kam es dank kleiner Familienweingüter zu einer Renaissance der Qualität. Heute bieten albanische Weine zusammen mit der einheimischen Küche ein rundum schönes gastronomisches Erlebnis.
Tunesischer Wein
Tunesien hat eine lange Tradition der Weinherstellung, die bis in die Zeit des alten Roms zurückreicht. Die französische Kolonisation im 19. Jahrhundert brachte moderne Kellertechnik ins Land und stärkte den Weinexport nach Europa. Heute entstehen in Tunesien spannende Rot- und Weißweine aus einheimischen wie internationalen Rebsorten - trotz der Einschränkungen, die sich aus dem Islam ergeben.
Na břehu Rhôny: eine Weinbar-Kette mit BIB-Selbstbedienung
Na břehu Rhôny ist eine Kette von Weinbars, die sich auf Weine aus dem Rhônetal in Frankreich spezialisiert hat. Der große Unterschied zu anderen Weinbars ist die Selbstbedienung: Rund zwei Dutzend verschiedene Weine zapfen sich die Gäste direkt aus Bag-in-Boxes und schreiben selbst auf, was sie getrunken haben. Dazu gibt es Flaschenweine und französische Delikatessen.
Cava: der spanische Schaumwein, der nicht Champagner heißen darf
Der Cava ist ein spanischer Schaumwein, der seine Perlage einer zweiten Gärung direkt in der Flasche verdankt, genau wie Champagner - nur aus den katalanischen Rebsorten Macabeu, Xarel·lo und Parellada und unter einem Namen, der Keller bedeutet. Fast der gesamte Cava entsteht im Penedès rund um das Städtchen Sant Sadurní d'Anoia. Neben der Geschichte und dem Streit um den Namen geht es im Artikel auch um eine Flasche Mestres Visol Gran Reserva aus Alicante.
Txakoli: der leicht perlende Weißwein aus dem Baskenland
Der Txakoli ist ein leichter, trockener und leicht perlender Weißwein von der baskischen Küste Spaniens, überwiegend aus der Rebsorte Hondarrabi Zuri. Der Name soll aus der Antwort der Bauern entstanden sein, sie hätten "gerade genug fürs Haus" gemacht, und 1982 waren im ganzen Baskenland nur noch 21 Hektar Rebfläche übrig. Heute trinkt man ihn kalt und jung, aus der Höhe eingeschenkt, damit er perlt, meist zu Pintxos.
Armenischer Wein: Areni, Karas und der Streit um die Wiege des Weins
Das Etikett des armenischen Weins Karas verspricht 6.200 Jahre, und die Höhle Areni-1 liefert die Grundlage dafür - nur mit einem Haken, an den Georgien gern erinnert. Ich schreibe über die einheimischen Sorten Areni und Voskehat, über das tönerne Karas, das sich dem Wein geschmacklich nicht aufdrängt, über die Diaspora, die den Weinbau nach der Sowjetzeit wiederbelebt hat, und über drei Flaschen aus einem Laden in Eriwan für 3.500 bis 9.000 AMD.
Granatapfelwein: armenischer Obstwein
Halbsüß, rubinrot und nach den meisten Gesetzen der Welt eigentlich gar kein Wein: Granatapfelwein wird in Armenien aus Granatapfelsaft statt aus Trauben vergoren und kostet im Supermarkt einen Bruchteil der Traubenweine im selben Regal. Was nran gini bedeutet, warum die Tradition jünger ist, als die Reiseführer behaupten, wer ihn außer Armenien noch macht und wie eine Flasche der Marke Ijevan schmeckt.
Schweizer Wein
Die Schweizer exportieren kaum eine von hundert Flaschen Wein, den Rest trinken sie selbst. Bei den Weißweinen führt Chasselas das Regiment, dessen Wiege die Genetiker am Ufer des Genfersees suchen; der rote Stolz ist Cornalin - eine Sorte, die in ihrer Heimat Italien ausgestorben ist und nur im Wallis überlebt hat. Und weil die Terrassenweinberge von Hand bewirtschaftet werden, lohnt sich der Export ins Ausland nicht.
Israelischer Wein: koscher, mewuschal und vier Flaschen aus Jerusalem
Fast jede Flasche aus dem israelischen Supermarkt ist koscher, und manche davon sind zusätzlich pasteurisiert, damit auch ein nichtjüdischer Kellner sie einschenken darf. Wein wächst in fünf Regionen, aber Jerusalem hat seine eigene Geschichte: Die Familie Shor kelterte hier schon, bevor Baron Rothschild die Reben aus Frankreich brachte. Ich erkläre, was koscher und mewuschal bedeuten, und schließe mit vier Flaschen aus dem Judäischen Bergland.
Bulgarischer Wein: die einheimischen Rebsorten Mavrud, Melnik und Gamza
Bulgarien war einst ein großer Weinexporteur, bei uns in Tschechien ist davon nur das Bärenblut geblieben. Der heutige bulgarische Wein lebt von den einheimischen Rebsorten: dem tanninreichen Mavrud aus der Umgebung von Plowdiw, dem aromatischen Melnik aus dem Struma-Tal und der leichten Gamza von der Donau. Was daran wirklich bulgarisch ist, warum die Bulgaren selbst eher Rakija trinken und wie drei Flaschen von Todoroff, den Minkows und Katarzyna geschmeckt haben.