Zum Inhalt springen

Länder
Wohin als Nächstes? Über mich Kontakt Newsletter

Torshi: eingelegtes Gemüse

Dan Špaňhel Iran Aktualisiert Keine Kommentare

Die Torshi (ترشی) ist eingelegtes Gemüse, wie es vor allem für die iranische und die weitere nahöstliche Küche typisch ist. Das Wort "torsh" heißt auf Persisch wörtlich "sauer" und bezeichnet die verschiedensten Sorten von eingelegtem Gemüse und Obst, die durch Fermentation oder durch Einlegen in einem Essigsud entstehen.

Die Torshi kommt als Beilage zu Hauptgerichten auf den Tisch. Ihre kräftige Säure und ihr aromatischer Duft bereichern das Essen und helfen der Verdauung.

Iranische Torshi, zubereitet nach einem für die Region Bachtiyari typischen Rezept.
Iranische Torshi, zubereitet nach einem für die Region Bachtiyari typischen Rezept.

Die Torshi gibt es nicht nur im Iran. In allerlei Abwandlungen findet man sie auch in anderen Ländern des Nahen Ostens, in Südasien, im Kaukasus und auf dem Balkan. Namen und Rezepte unterscheiden sich je nach Region etwas, das Prinzip der Zubereitung und der Verwendung bleibt aber ähnlich.

Welches Gemüse typischerweise in die Torshi kommt

Für Torshi kommt eine breite Palette an Gemüse infrage. Am häufigsten sind es:

  • Blumenkohl (sehr beliebt, weil er den Geschmack des Suds gut aufnimmt)
  • Möhren
  • Auberginen (oft ganz oder in Stücken eingelegt)
  • Gurken
  • Rettich (oft weißer Rettich, Daikon)
  • Kohl
  • Sellerie
  • Paprika (milde und scharfe)
  • Knoblauch
  • Zwiebeln
  • Tomaten (seltener, in manchen Regionen aber durchaus)
  • Steckrübe

Neben Gemüse wird in manchen Gegenden auch unreifes Obst eingelegt, etwa grüne Pflaumen, Zitronen oder unreife Mangos.

So wird Torshi im Grunde zubereitet

Das Gemüse für die Torshi wird in kleinere Stücke geschnitten oder bleibt ganz, vor allem bei den kleineren Sorten. Dann wandert es in ein sauberes Glasgefäß und wird mit einem Sud aus Essig, Salz, Wasser sowie verschiedenen Gewürzen und Kräutern übergossen. Anschließend wird das Gefäß verschlossen; der Inhalt fermentiert dann einige Tage bis Wochen bei Zimmertemperatur. Sobald Geschmack, Säure und Textur passen, wandert die Torshi an einen kühleren Ort.

Wie Torshi in der Küche verwendet wird

Traditionell isst man die Torshi als Beilage oder als Ergänzung zu Hauptgerichten (etwa zum iranischen Kabab). Ihre kräftige Säure hilft der Verdauung und gleicht fettere und schwerere Gerichte aus. Durch die Fermentation enthält Torshi außerdem probiotische Bakterien, die dem Verdauungssystem guttun.

Hattest du schon Gelegenheit, Torshi zu probieren? Was hältst du von dieser sehr sauren Art, Gemüse einzulegen?

Guten Appetit!

Dan Špaňhel

Dan Špaňhel

Ich bin Dan. Ich schreibe nur über das, was ich selbst gekostet habe - vom Straßenstand bis zum Michelin-Stern. Für gutes Essen habe ich die halbe Welt bereist und alles Mögliche probiert - auch das Unmögliche.

Über mich Kontakt

Das könnte dir gefallen:

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.