Nan-e ghandi: süßes persisches Brot
Das Nan-e ghandi (نان قندی), auch als süßes persisches Brot bekannt, gehört zu den traditionellen iranischen Backwaren. Der Name kommt von den persischen Wörtern "nan" (نان) für Brot und "ghand" (قند) für Zucker - wörtlich übersetzt also "Zuckerbrot".

Beliebt ist das Nan-e ghandi vor allem wegen seines süßen Geschmacks, seiner zarten Textur und weil es zu allem passt (mich erinnert es an frisch gebackene Butterkekse 😁).

Die Grundzutaten für Nan-e ghandi sind Mehl, Zucker, Butter oder Pflanzenfett, Eier, Milch, Rosenwasser und oft auch Kardamom oder Safran. Rosenwasser und Kardamom geben dem Nan-e ghandi jenen kräftigen, angenehmen Duft, der für persische Süßspeisen und Backwaren typisch ist.

Die Zutaten werden zu einem glatten Teig verrührt, der dann ruht und aufgeht. Anschließend formt der Bäcker daraus kleine Wecken, flache Fladen oder andere traditionelle Formen. Obenauf kommt häufig Sesam.

Fertig gebacken ist das Brot weich, feinporig und luftig, süß im Geschmack, mit zartem Duft von Rosenwasser und Gewürzen. Wie schon gesagt - mich erinnert es an frisch gebackene Butterkekse, nur eben deutlich weicher (und größer).

In der iranischen Kultur steht das Nan-e ghandi für Gastfreundschaft und familiäres Beisammensein. Es gehört einfach dazu, wenn Gäste kommen, und steht bei geselligen Anlässen und Familienbesuchen zum Tee oder Kaffee auf dem Tisch.

Das Nan-e ghandi ist nur ein kleiner Teil der reichen persischen Backkunst. Schlicht, duftend und zart süß - genau darum mögen es so viele. Hast du es schon einmal probiert?
Guten Appetit!