Acıbadem: typisches türkisches Mandelgebäck
Acıbadem ist ein typisches türkisches Mandelgebäck mit langer Geschichte. Der Name setzt sich aus den türkischen Wörtern "acı" (bitter) und "badem" (Mandel) zusammen, bedeutet also "bittere Mandeln" - und genau die sind die Grundzutat dieser Süßigkeit.

Acıbadem entstand vermutlich in der Gegend um Istanbul zur Zeit des Osmanischen Reichs. Beliebt war das Gebäck vor allem in den Palastküchen, nach und nach fand es dann seinen Weg in gewöhnliche Haushalte und in Konditoreien in der ganzen Türkei. Die Tradition des Backens reicht mindestens ins 18. Jahrhundert zurück.
Hauptzutat des Rezepts sind bittere Mandeln, die dem Gebäck seinen charakteristischen Geschmack geben. Dazu kommen Eiweiß, Zucker und ein Schuss Zitronensaft oder etwas Zitronenschale, um den Geschmack hervorzuheben. Manche Rezepte geben außerdem ein wenig Mandelaroma dazu, damit das Gebäck intensiver duftet. Nach dem Backen hat Acıbadem eine knusprige Oberfläche und innen einen leicht feuchten, saftigen Kern.

Acıbadem hat in der Konditoreiwelt einige nahe "Verwandte". Die bekanntesten davon sind die Macarons aus der französischen Küche. Beide Süßigkeiten teilen sich dieselben Grundzutaten, der wesentliche Unterschied liegt darin, dass bei den Macarons zwei Hälften von einer süßen Füllung zusammengehalten werden, während Acıbadem für sich allein steht. Mich persönlich erinnert Acıbadem stark an die Macarons aus Saint-Émilion. Ein weiterer enger Verwandter sind die Amaretti aus der italienischen Küche.
In der türkischen Küche gehört Acıbadem zu den beliebten Leckereien bei festlichen Anlässen und Familientreffen, und zwar vor allem zum traditionellen türkischen Tee oder Kaffee.
In der Türkei führen viele Konditoreien und Bäckereien dieses traditionelle Gebäck. Ich habe es in einer Bäckerei in der Stadt Konya probiert, ein Stück kostete 35 TRY (0,80 EUR).
Guten Appetit!