Piyaz: traditioneller türkischer Bohnensalat
Piyaz ist ein traditioneller türkischer Salat aus weißen Bohnen, Zwiebeln und Kräutern, angemacht mit einem besonderen säuerlichen Dressing. In manchen Regionen der Türkei gilt Piyaz als eigenständiges Gericht, anderswo kommt er als Beilage zu Hauptgerichten auf den Tisch, vor allem zu Köfte (Frikadellen aus Hackfleisch).

Piyaz hat seine Wurzeln in der anatolischen Küche, und sein Name geht auf das persische Wort "piyāz" (Zwiebel) zurück. Ähnliche Gerichte kannte man schon im Osmanischen Reich. Am stärksten wird Piyaz mit der Region Antalya an der Südwestküste der Türkei in Verbindung gebracht, wo eine eigene Variante namens "Antalya piyaz" entstanden ist. Charakteristisch für dieses regionale Rezept ist Tahini (Sesampaste) im Dressing.
Für ein klassisches türkisches Piyaz brauchst du weiße Bohnen, dünn geschnittene Zwiebeln, Tomaten, Petersilie, das Gewürz Sumach, Olivenöl, Zitronensaft, Essig, Salz und Pfeffer. Dazu kommen wahlweise Eier, schwarze Oliven oder Tahini.
In der türkischen Küche hat Piyaz einen festen Platz. Serviert wird er oft in traditionellen Restaurants, die sich auf Köfte und Kebab spezialisiert haben. In Antalya gibt es sogar eigene Lokale namens "piyazcı", in denen sich fast alles um diesen Salat dreht. Und bei Festen und Feiern darf Piyaz auf dem Tisch der Familie nicht fehlen.
Den Piyaz auf dem Foto oben habe ich in einem Restaurant probiert, das sich auf Şiş köfte (am Metallspieß gegrillte Frikadellen) spezialisiert hat. Im Restaurant Asmaalti Koftecisi (siehe Wo man in Konya essen geht) habe ich für eine Portion 80 TRY (2 EUR) bezahlt.
Guten Appetit!