Plov: typisches Reisgericht Zentralasiens
Plov (плов) ist eines der berühmtesten und am weitesten verbreiteten Gerichte Zentralasiens. Am häufigsten wird dieses Reisgericht mit Usbekistan in Verbindung gebracht (wo es палав/palav heißt), beliebt ist es aber in allen Ländern der Region.

Zubereitung des Plov
In Kirgisistan wird der Plov wie im übrigen Zentralasien aus Reis, Fleisch (oft Hammelfleisch), Karotten, Zwiebeln und Gewürzen zubereitet, zu denen vor allem Kreuzkümmel, Knoblauch und Pfeffer gehören.
Seinen besonderen Geschmack verdankt der Plov auch dem Fett (курдючный жир), in dem Fleisch und Gemüse angebraten werden. Verwendet wird das Fett aus dem Fettschwanz des Schafs.

Plov wird in einem speziellen Gefäß namens Kazan gekocht. Das ist ein tiefer eiserner Kessel, in dem die Zutaten nach und nach angebraten und geschmort werden. Die Zubereitung läuft in mehreren Schritten ab: Zuerst werden Zwiebeln und Fleisch angebraten, dann kommen die Karotten dazu und zum Schluss der Reis. Alles gart, bis die Zutaten weich sind und sich die Aromen verbinden. Dazu isst man oft Brot (zum Beispiel Tandyr Nan).


Geschichte des Plov
Plov hat seine Wurzeln in Persien, wo er schon vor vielen Jahrhunderten als Festessen gekocht wurde. Von dort verbreitete er sich in die umliegenden Regionen und wurde zu einem festen Bestandteil der Küchen in Usbekistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Kasachstan und Kirgisistan.

Plov als Symbol der Gastfreundschaft
In Kirgisistan ist der Plov wie in anderen zentralasiatischen Ländern ein Symbol für Gastfreundschaft, Überfluss und gesellschaftliche Harmonie. Zubereitet wird er oft zu festlichen Anlässen wie Hochzeiten, Feiern zur Geburt eines Kindes oder muslimischen Feiertagen. Gerade das gemeinsame Essen steht für Einheit und Zusammengehörigkeit.
Die Zubereitung des Plov gilt als Kunst, der sich häufig erfahrene Köche annehmen.
Guten Appetit!