Babka ziemniaczana: herzhafter Kartoffelkuchen aus Polen
Die Babka ziemniaczana ist ein typisch polnisches Gericht mit Wurzeln in der regionalen Küche Ostpolens, vor allem in der Woiwodschaft Podlachien. Es ist ein herzhafter gebackener Kartoffelkuchen. Die Grundlage bilden geriebene Kartoffeln, die mit Eiern, Mehl, Salz und Pfeffer vermischt werden. Oft kommen noch Speck oder geräuchertes Fleisch dazu.
Sie ist auch als "kartoflak" oder "babka kartoflana" bekannt. Beliebt ist sie nicht nur in Polen, sondern auch in einigen Nachbarländern. In Litauen heißt sie zum Beispiel "kugelis" und kann Milch oder Sahne enthalten, was ihr eine feinere Konsistenz verleiht.

Die Babka ziemniaczana hat eine lange Geschichte, die bis in die Zeit zurückreicht, als die Kartoffel in Europa noch eine Neuheit war. Nach Polen kam sie im 17. Jahrhundert und wurde schnell zur Grundzutat in vielen Haushalten (in Posen lieben sie Kartoffeln bis heute!). In ärmeren Gegenden, wo Fleisch Mangelware war, wurden Kartoffeln zur wichtigsten Nahrungsquelle. Rezepte wie die Babka ziemniaczana entstanden, um aus billigen und leicht verfügbaren Zutaten ein schmackhaftes, sättigendes Gericht zu machen.
Je nach Region gibt es in Polen unterschiedliche Varianten dieses Gerichts. In manchen Gegenden kommen zum Beispiel Pilze, Knoblauch oder verschiedene Kräuter in die Masse.
Am häufigsten wird die Babka ziemniaczana als Beilage serviert, etwa zu Fleischgerichten wie Braten oder Gulasch. Sie schmeckt aber auch pur hervorragend, zum Beispiel mit einer Sahnesoße mit Pilzen. Genau diese Variante habe ich im Posener Restaurant Pyra Bar probiert (siehe Wo man in Posen essen geht). Eine Portion kostete 44 PLN (10,40 EUR).
Guten Appetit!