Khobz: typisches nordafrikanisches Fladenbrot
Khobz (خبز) ist ein typisches Fladenbrot, das in den Ländern Nordafrikas gegessen wird, vor allem in Marokko, Algerien und Tunesien.
Dieses Brot ist ein Grundpfeiler der lokalen Küche und kommt praktisch zu jedem Essen auf den Tisch. "Khobz" heißt auf Arabisch übrigens schlicht "Brot".


Khobz wird aus Weizenmehl, Wasser, Salz und Hefe hergestellt, Sauerteig kommt seltener zum Einsatz. Der Teig geht auf und wird anschließend zu flachen runden Laiben geformt. Anschließend werden sie goldbraun gebacken.

Khobz wird täglich gebacken. Wenn möglich, kommt es noch warm auf den Tisch, meist halbiert oder geviertelt. Man tunkt es in Soßen und Suppen und reicht es als Beilage zu vielen weiteren Gerichten - es ist das einfachste und vielseitigste Gebäck der Region.

In Marokko, Algerien und Tunesien gibt es verschiedene regionale Varianten, das Brot kann unterschiedlich groß sein, manchmal wird es schon vor dem Backen eingeschnitten, damit es sich später leicht in Hälften oder Viertel brechen lässt. Khobz tabouna aus Tunesien wird in einem Lehmofen ähnlich einem Tandoor gebacken, Khobz mbesses ist dagegen kräftig gewürzt, vor allem mit Fenchel. In Marokko dagegen bin ich auf ein Khobz gestoßen, dessen Krume stark an "unser" Sauerteigbrot erinnerte.

Oft ersetzt Khobz auch Löffel und Gabel. Weil es fest und zugleich weich ist, lässt es sich gut in kleine Stücke reißen, mit denen man das Essen direkt greift.
Khobz gehört zu den Lebensmitteln, ohne die man sich das Essen in Nordafrika nicht vorstellen kann.
Guten Appetit!