Was isst man in Bilbao?
Bilbao, die größte Stadt des Baskenlands, ist nicht nur für seine einzigartige Architektur und Kultur berühmt, sondern auch für seine hervorragende Gastronomie. Die hiesige Küche wurzelt in baskischen Traditionen und setzt auf frische, regionale Zutaten und einfache, aber schmackhafte Gerichte.
Wie im ganzen Baskenland sind auch in Bilbao Pintxos sehr beliebt - kleine Häppchen. Dabei kostet ein Pintxo hier weniger als im benachbarten San Sebastián. Ein typisches Pintxo aus Bilbao ist zum Beispiel die Gilda, ein Spieß mit eingelegten Peperoni, Oliven und Sardellen. Bilbao ist die ideale Stadt für den Txikiteo.

Bilbao ist außerdem für seine Fischgerichte bekannt. Eine lokale Spezialität ist "Bacalao a la vizcaína", mit Paprika, Zwiebeln und Tomaten geschmorter Kabeljau. Sehr beliebt sind auch Sardinen, Sardellen und Muscheln.

Wo man in Bilbao essen geht
- Iñakiren Taberna. Ein Restaurant, das im Rahmen des Menú del día traditionelle spanische Landküche zubereitet. Kann ich nur empfehlen!
- Bacaicoa. Bar an der Plaza de Unamuno, seit 1965 geöffnet, mit einer bescheidenen Pintxo-Theke und einer Tafel mit vier Spezialitäten, die man hier perfekt beherrscht: Champignon a la gloria mit Knoblauchsauce, flambierter Chorizo al infierno, Waldpilz al purgatorio mit Öl und Petersilie und Kabeljaukroketten. Genau dafür geht man zum Txikiteo: ein, zwei Pintxos, ein Zurito, und weiter geht es zur nächsten Bar.
- Café Iruña. Café von 1903 gegenüber dem Park Jardines de Albia, mit einem Interieur im Neomudéjar-Stil, in dem man frühstückt wie in einem Palast: Tostada mit Tomate und Jamón ibérico (siehe spanisches Frühstück), Café con leche und frisch gepresster Orangensaft. Die Preise liegen etwas höher als in den Bars ringsum, aber für dieses Interieur lohnt es sich. Ideal, wenn das Frühstück etwas Besonderes sein soll.
- Erriberako merkatua. Markthalle von 1929 am Flussufer, unten die Fisch- und Fleischtheken, oben eine Etage mit Pintxo-Bars. Man kommt vor allem zum Einkaufen und wegen des Gebäudes; die Pintxos sind hier teurer als in den Bars in den Gassen ringsum. Mehr im Artikel Erriberako merkatua.
Die Stadt kann außerdem mit mehreren bekannten Sternerestaurants aufwarten. Das bekannteste ist das Nerua, das sich im Guggenheim-Museum befindet. In diesem Restaurant mit einem Michelin-Stern ist Josean Alija Küchenchef, eines der spannendsten Talente der heutigen baskischen Küche.

Kurzum: Bilbao bietet ein unvergessliches Gourmet-Erlebnis, das die traditionelle baskische Küche mit modernen gastronomischen Trends verbindet.
Lass es dir in Bilbao schmecken!
Txikiteo: der baskische Streifzug durch die Bars
Der Txikiteo ist der baskische Brauch, gemeinsam von Bar zu Bar zu ziehen und in jeder im Stehen an der Theke ein kleines Glas Wein (Txikito) oder Bier (Zurito) zu trinken, dazu ein Pintxo, für das genau diese Bar berühmt ist. Der Name bedeutet so viel wie "auf ein Kleines gehen", der Brauch ist älter als die Pintxos und hat sich von Bilbao bis Navarra und La Rioja ausgebreitet. Wie ein Txikiteo abläuft, wer bezahlt und warum man die Tafel ganz lesen sollte.
Erriberako merkatua: die Markthalle von Bilbao am Ufer des Nervión
Erriberako merkatua, auf Spanisch Mercado de la Ribera, ist die Markthalle von Bilbao am Ufer des Nervión: ein Betonbau von 1929, den man wegen seiner langgestreckten Form ein Schiff nennt. Markt wird hier seit dem 14. Jahrhundert abgehalten, unten liegen Fisch und Meeresfrüchte, eine Etage höher Wurstwaren und Käse, und ganz oben reihen sich die Bars mit Pintxos. Baskische Ware erkennst du an der kleinen Flagge auf dem Schild.