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Pistazien: eine weltweit geliebte Delikatesse

Dan Špaňhel Iran Aktualisiert Keine Kommentare

Pistazien. Wer liebt sie nicht? ❤️

Pistazien gehören zu den beliebtesten Delikatessen der Welt. Zwar zählt man sie gewöhnlich zu den Nüssen, botanisch handelt es sich aber um die Samen der Echten Pistazie (Pistacia vera).

Pistazien der Sorte Akhbari bei einem Spezialhändler im Iran. In getrennten Boxen liegen Safranpistazien, leicht gesalzene, gesalzene und mit Zitronensaft geröstete Pistazien.
Pistazien der Sorte Akhbari bei einem Spezialhändler im Iran. In getrennten Boxen liegen Safranpistazien, leicht gesalzene, gesalzene und mit Zitronensaft geröstete Pistazien.

Herkunft und Geschichte der Pistazien

Pistazien stammen ursprünglich aus Zentralasien und dem Nahen Osten. Bekannt und angebaut waren Pistazien (پسته) schon im alten Persien (heute der Iran), von wo aus sie sich allmählich in den Mittelmeerraum und später in weitere Teile der Welt verbreiteten. Zu den wichtigsten Anbaugebieten gehören heute der Iran, die Vereinigten Staaten (vor allem Kalifornien), die Türkei, China und Syrien.

Die besten Pistazien der Welt

Es gibt mehrere Pistaziensorten, die sich in Größe, Geschmack, Aussehen und Qualität unterscheiden. Zu den geschätztesten und begehrtesten gehören:

    • Akhbari (اکبری) - eine Premiumsorte aus dem Iran, die sich durch große, längliche Kerne, eine feine Textur und einen ausgeprägten Geschmack auszeichnet. Akhbari gilt als eine der hochwertigsten und teuersten Pistazien der Welt. Oft wird sie als edle Delikatesse und in Geschenkpackungen angeboten.
    • Kalleh ghouchi (کله قوچی) - eine beliebte iranische Sorte, bekannt für ihre Größe und die weit offenen Schalen. Ihre Kerne sind cremig grün und intensiv im Geschmack.
    • Ahmad aghaei (احمد آقایی) - eine weitere iranische Sorte mit langgezogenen Kernen, hellerer Farbe und feinem, leicht süßlichem Geschmack. Dank ihrer Qualität und ihres gleichmäßigen Aussehens geht sie häufig in den Export.
    • Fandoghi (فندقی) - eine kleinere, im Iran aber weit verbreitete Sorte. Weil sie günstig und gleichmäßig gut ist, landet sie vor allem in der Lebensmittelverarbeitung (z. B. in Süßigkeiten und Desserts).
Iranische Pistazien.
Iranische Pistazien.

Der größte Pistazienproduzent der Welt

Der weltweit größte Pistazienproduzent ist seit Langem der Iran, gefolgt von den Vereinigten Staaten. Der Iran ist für seine lange Tradition des Pistazienanbaus bekannt und hat dafür ideale klimatische Bedingungen. Iranische Pistazien sind berühmt für ihre Qualität, ihren Geschmack und ihre charakteristische grüne Farbe, die als Zeichen höchster Qualität und Frische gilt. Schätzungen zufolge stammen 50 - 70 % der Weltproduktion aus dem Iran.

Safranpistazien auf einem Markt in Isfahan.
Safranpistazien auf einem Markt in Isfahan.

Pistazien im Iran

Im Iran gelten Pistazien als nationaler Schatz und als wichtiger Teil des Kulturerbes. Das bedeutendste Pistaziengebiet des Landes ist die Provinz Kerman (vor allem die Städte Rafsandschan und Sirdschan), wo ausgedehnte Plantagen liegen und der größte Teil der landesweiten Produktion entsteht. Weitere wichtige Anbaugebiete sind die Provinzen Yazd und Razavi-Chorasan. In Yazd habe ich ganze Straßen gesehen, in denen Händler Pistazien aufkaufen und weiterverkaufen.

Geerntet werden Pistazien im Iran traditionell von Hand - meist Ende August und Anfang September. Sortiert werden iranische Pistazien ebenfalls von Hand, was hohe Qualität garantiert.

Das Angebot an iranischen Pistazien und anderen Nüssen bei einem der vielen Händler in Isfahan.
Das Angebot an iranischen Pistazien und anderen Nüssen bei einem der vielen Händler in Isfahan.

Verarbeitung der Pistazien

Die Verarbeitung von Pistazien umfasst mehrere Schritte, die Qualität, Geschmack und Haltbarkeit sichern:

  1. Ernte - Pistazien werden bei optimaler Reife geerntet, wenn sich die Schale von selbst öffnet.
  2. Schälen und Reinigen - Entfernen der weichen Außenhaut, Reinigen und Beseitigen von Verunreinigungen.
  3. Trocknen - Pistazien trocknen entweder natürlich an der Sonne oder in Trocknern bei kontrollierter Temperatur, damit sie nicht schimmeln oder auf andere Weise verderben.
  4. Sortieren und Klassifizieren - nach Qualität, Größe, Öffnung der Schale und Farbe der Kerne.
  5. Rösten und Salzen - Pistazien werden geröstet, gesalzen oder mit verschiedenen Gewürzen abgeschmeckt (z. B. mit Safran). Beliebt sind auch Pistazien ohne Salz.
  6. Verpacken - Pistazien werden luftdicht verpackt, damit äußere Einflüsse den Geschmack nicht verändern.
Geschälte und gehackte iranische Pistazien der Marke Haj Seyed Abotorab Ghalamkarian (gegründet 1949).
Geschälte und gehackte iranische Pistazien der Marke Haj Seyed Abotorab Ghalamkarian (gegründet 1949).

Pistazien in der Gastronomie

Pistazien haben in der Gastronomie weltweit einen festen Platz. Am häufigsten isst man sie geröstet und gesalzen als Knabberei. Auch die Konditorei kommt nicht ohne sie aus - in vielen traditionellen Desserts sind sie unverzichtbar. Im traditionellen iranischen Nougat Gaz stecken sie ganz selbstverständlich. Viele weitere Desserts und Gerichte werden mit ihnen verziert. Die ganze Welt kennt die türkische Baklava (die iranische ist aber auch großartig!) oder das italienische Pistazieneis, das Gelato.

Was iranische Pistazien kosten

Weil der Iran zu den führenden Pistazienproduzenten der Welt gehört, kauft man Pistazien hier wirklich günstig. Ein Kilogramm Pistazien der höchsten Qualität (Sorte Akhbari) kostet bei Spezialhändlern derzeit 11.100.000 IRR (12,40 EUR). Für mich sind Pistazien das beste kulinarische Mitbringsel aus dem Iran. Ich habe gleich mehrere Kilogramm mitgebracht 😇

Leicht gesalzene Pistazien der Sorte Akhbari, gekauft bei einem der berühmten Händler in Isfahan. Die weißen Punkte sind Salz.
Leicht gesalzene Pistazien der Sorte Akhbari, gekauft bei einem der berühmten Händler in Isfahan. Die weißen Punkte sind Salz.

Wenn du das nächste Mal Pistazien genießt, denk an ihre reiche Geschichte, an den mühsamen Weg vom Baum bis auf deinen Tisch und vielleicht auch daran, dass Pistazien keine Nüsse sind, sondern Samen 😊

Guten Appetit!

Dan Špaňhel

Dan Špaňhel

Ich bin Dan. Ich schreibe nur über das, was ich selbst gekostet habe - vom Straßenstand bis zum Michelin-Stern. Für gutes Essen habe ich die halbe Welt bereist und alles Mögliche probiert - auch das Unmögliche.

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