Restaurant Takumi, Prag
Februar, draußen ungemütliches Wetter und große Lust darauf, mir wenigstens ein paar Geschmackserlebnisse von meinen Reisen zurückzuholen - wenn schon nicht im Ausland, dann wenigstens zu Hause in Prag. Die Wahl fiel deshalb auf das bekannte Ramen-Restaurant Takumi am Senovážné náměstí.
Als wir kamen (kurz vor fünf Uhr nachmittags), war das Restaurant halb leer und wir bekamen auch ohne Reservierung einen Platz. Das Lokal ist nicht groß, eher ein Bistro mit ein paar Tischen - und zum Ramen passt diese Schlichtheit bestens. Die Bedienung war praktisch sofort an unserem Tisch.
Als Vorspeise wählten wir Gyoza, japanische gefüllte Teigtaschen. Sie waren so gut, dass ich nicht einmal zum Fotografieren gekommen bin - sie waren vom Teller verschwunden, bevor ich mein Handy zücken konnte. Sechs Stück kosteten 108 CZK (4,30 EUR).

Als Hauptgang habe ich mich für den Special Ramen Shoyu für knapp 300 CZK (knapp 12 EUR) entschieden. Shoyu ist eine der Grundvarianten des Ramen, die Brühe wird mit Sojasauce abgeschmeckt. Das Gericht war gut, die Präsentation sehr schön und die Portion riesig. Hätte ich allerdings nur diese Schüssel probiert, wäre ich angesichts des Preises enttäuscht gewesen - die Brühe kam mir geschmacklich flach und wenig ausgeprägt vor. Manchen gefällt das feinere Profil vielleicht, ich hatte von einem so bekannten Lokal mehr erwartet.

Der Karaage Tan Tan Ramen für 350 CZK (14 EUR) war dagegen exzellent. Tan Tan Ramen ist die japanische Adaption der scharfen Sichuan-Nudeln Dan Dan - die Brühe ist cremig, sesamig und angenehm pikant. Die frittierten Hähnchenstücke Karaage waren innen zart und außen knusprig, wieder wunderschön angerichtet und die Portion groß. Für diesen Ramen komme ich sehr gerne wieder.
Guten Ramen habe ich in Prag auch im Restaurant Isai Ramen und im Bistro Bon Fresh gegessen. Und wo isst du eine gute Ramen-Suppe?
Takumi