Was aus der Schweiz mitbringen?
Die Schweiz ist für mich das Land des Käses und der Schokolade - genau die beiden nehmen auf dem Heimweg jedes Mal den größten Teil des Koffers ein. Die Schweizer Küche hält aber auch weniger auffällige Fundstücke bereit: Gebäck mit einer Füllung aus getrockneten Birnen oder Wurstwaren aus dem italienischsprachigen Süden des Landes. Und fast alles bekommst du im ganz normalen Supermarkt, das Abklappern von Spezialgeschäften kannst du dir sparen.
Welche kulinarischen Mitbringsel aus der Schweiz kann ich dir also empfehlen?
Probierpaket mit Schweizer Käse
Wenn ich aus der Schweiz nur eine einzige Sache mitnehmen dürfte, wäre es Käse. Zum Einstieg eignet sich ein Probierpaket hervorragend, das Tête de Moine, Emmentaler, Bergmutschli, Gruyère, Appenzeller und Cambozola vereint. Sechs Schweizer Käsesorten in einer Packung - so findest du schnell heraus, welchen du beim nächsten Mal am Stück kaufst. Bei mir hat diesen Wettstreit der würzige Tête de Moine aus der Abtei Bellelay im Jura gewonnen, ein Käse, den man mit einem speziellen Schaber namens Girolle zu dünnen Rosetten hobelt.

Preis für das 250-g-Probierpaket: 11,50 CHF (11,20 EUR)
Gereifter Weichkäse Buure Weichkäsli
In der Schweiz gibt es längst nicht nur harte Bergkäse. Buure Weichkäsli heißt im Schweizerdeutschen ungefähr "Bauernkäslein" und ist ein kleiner Laib gereifter Weichkäse mit mildem, sahnigem Geschmack. Dank der 35-g-Packung hat er sich bei mir als Snack fürs Flugzeug bewährt - man muss nichts schneiden, nichts läuft im Rucksack aus.

Preis für die 35-g-Packung Buure Weichkäsli: 1,15 CHF (1,20 EUR)
Appenzeller
Der Appenzeller wird während der Reifung regelmäßig mit einer Kräutersulz abgerieben, deren Rezeptur die Hersteller seit Jahrhunderten geheim halten. Der Hartkäse aus der Region Appenzell im Nordosten des Landes bekommt dadurch einen würzigen, leicht pikanten Geschmack, der sogar auf einer schlichten Scheibe Brot zur Geltung kommt. Dieses Stück stammt aus dem Supermarkt COOP - guten Käse bekommst du hier einfach überall.

Preis für die 200-g-Packung Appenzeller: 4,90 CHF (4,80 EUR)
Emmentaler
Emmentaler wird überall auf der Welt nachgemacht, das Original stammt aber aus dem Emmental im Kanton Bern. Für die typischen großen Löcher sorgen Bakterien, die bei der Reifung Kohlendioxid freisetzen. Kopien gibt es heute von Frankreich bis Amerika, echter Emmentaler schmeckt aber fein nussig und ist mit den gummiartigen Emmentalern aus dem Supermarkt nicht zu vergleichen.

Preis für die 220-g-Packung Emmentaler: 4 CHF (4 EUR)
Gruyère
Gruyère trägt den Namen des Städtchens Gruyères im französischsprachigen Teil der Schweiz. Jung schmeckt er cremig und nussig, mit dem Alter wird der Geschmack kräftiger und im Käse bilden sich knusprige Kristalle. Er ist die Basis des echten Schweizer Fondues, in dem er oft zusammen mit dem Emmentaler steckt - und gerieben wertet er auch ein ganz gewöhnliches Kartoffelgratin auf.

Preis für die 314-g-Packung Gruyère: 5,95 CHF (6 EUR)
Birnentaschen Birnweggen
Birnweggen sind Teigtaschen mit einer dicken Füllung aus getrockneten Birnen, in der Konsistenz ähnlich wie Pflaumenmus. In die Füllung kommen Nüsse, Feigen oder Rosinen, Gewürze wie Zimt und Nelken, manchmal auch ein Schuss Obstbrand. Auf derselben Grundlage beruht auch das größere Birnbrot, das man in Scheiben zu Kaffee oder Tee isst. Birnenmus liebe ich auf den Frgály aus der mährischen Walachei, ich musste also keine Sekunde überlegen.

Preis für die Packung mit drei Birnweggen: 3,20 CHF (3,20 EUR)
Wurstwaren aus dem Kanton Tessin
Piatto ticinese ist eine Auswahl an Wurstwaren aus dem italienischsprachigen Kanton Tessin: Salami Milano, Rohschinken und luftgetrockneter Speck. Der Süden der Schweiz steht der italienischen Küche sprachlich wie geschmacklich nahe, und den dünnen, kräftigen Scheiben schmeckt man das an. Ein Glas Wein am Abend, ein Stück knuspriges Brot - mehr brauchst du nicht.

Preis für die 150-g-Packung Piatto ticinese: 4,99 CHF (4,80 EUR)
Schweizer Schokolade
Ohne ein paar Tafeln Schweizer Schokolade fahre ich schlicht nicht nach Hause. Die Milchschokolade wurde außerdem genau hier erfunden: In den 1870er-Jahren erfand sie Daniel Peter, indem er Kakao mit dem Milchpulver seines Landsmanns Henri Nestlé mischte, und ihre samtige Textur bekam sie ein paar Jahre später durch Rodolphe Lindts Conchiermaschine. Neben großen Namen wie Toblerone, Lindt oder Frey sind in der Schweiz auch kleinere Chocolatiers am Werk - bei denen lässt du für eine Packung Pralinen locker 40 EUR.

Preis für eine Tafel Schweizer Schokolade: ab 2 CHF (2 EUR)
Welche Leckerei nimmst du dir aus der Schweiz mit?