Bukë misri: albanisches Maisbrot
Bukë misri ist ein traditionelles albanisches Maisbrot. Mais wurde in Albanien ab dem 17. Jahrhundert in größerem Umfang angebaut und überall dort zu einer wichtigen Feldfrucht, wo Weizen kaum zu bekommen war. Bukë misri war deshalb das tägliche Brot der Familien, die sich kein Weizenmehl leisten konnten - oder in Gegenden lebten, in denen kein Weizen wuchs.

Die Grundzutaten sind Maismehl, Wasser und Salz. Der Teig wird zu einer klebrigen Masse verarbeitet, zu einem flachen Laib geformt und traditionell auf einer Steinplatte oder im Ofen gebacken. Das fertige Brot ist kompakt, hat eine charakteristische gelbe Farbe und schmeckt durch den Mais leicht süßlich.
Brot aus Maismehl findet sich auch in einigen anderen Küchen des Balkans. In Nordmazedonien und Serbien heißt es "proja" oder "projara", in manchen Regionen Griechenlands backt man Maisbrot unter dem Namen "bobota". In Italien kocht man aus Maismehl den Brei Polenta, in Rumänien den Brei mămăligă.

Ich habe Bukë misri mit Gemüse und einer Joghurt-Käse-Sauce als Beilage zu gegrilltem Fleisch probiert, und zwar im Bar Restorant Fredi unweit von Lezhe (siehe Wohin zum Essen in Albanien). Ich gebe zu: So richtig warm geworden bin ich damit nicht. Die Käsesauce schmeckte sehr intensiv und traf zusammen mit dem süßlichen Maisbrot einfach nicht meinen Geschmack. Eine große Portion kostete 250 ALL (2,40 EUR).
Guten Appetit!