Nan panjereh: knusprige Köstlichkeit aus dem Iran
Nan panjereh (نان پنجرهای), wörtlich "Fensterbrot", ist eine traditionelle iranische Nachspeise, die vor allem zum iranischen Neujahrsfest zubereitet wird, aber auch zu anderen festlichen Anlässen. Der Name spielt auf das charakteristische Aussehen an: Das feine, symmetrische Muster erinnert an ein Fenster.

Ähnliche Süßigkeiten gibt es auch in anderen Ländern des Nahen Ostens, in Indien ("achappam"), und sogar in Europa - in Schweden bereitet man "struvor" zu, in Norwegen "rosettbakkels". Rezept und Zubereitung unterscheiden sich allerdings von Land zu Land ein wenig.
Nan panjereh entsteht aus einer Mischung von Mehl, Eiern, Milch (oder Wasser) und Rosenwasser (Golab). Der Teig ist flüssig und sehr dünn, ähnlich wie Pfannkuchenteig.
Das Wichtigste bei der Zubereitung ist eine spezielle Metallform (meist aus Messing oder Eisen) in Form einer Blüte oder eines Sterns mit dekorativen Mustern.

Die Zubereitung des Nan panjereh läuft so ab:
- Zuerst erhitzt man die Form in heißem Öl, damit der Teig nicht daran haften bleibt.
- Dann taucht man die heiße Form nur etwa zu zwei Dritteln in den flüssigen Teig, damit sich das Gebäck nach dem Frittieren leicht löst.
- Danach kommt die Form zurück ins heiße Öl und der Teig wird frittiert.
- Das fertige Nan panjereh löst man vorsichtig von der Form, lässt das überschüssige Öl abtropfen und bestreut es meist mit Puderzucker, manchmal auch mit gemahlenem Zimt oder Pistazien.
Beliebt ist das Nan panjereh wegen seiner Leichtigkeit und Knusprigkeit, und es passt hervorragend zu traditionellem iranischen Tee.
Interessant ist, dass die Metallformen für Nan panjereh oft wie ein Familienschatz von Generation zu Generation weitergegeben werden. Ähnlich wie bei uns in Tschechien die Ausstechformen für Weihnachtsplätzchen. Nan panjereh ist übrigens nicht nur als Nachspeise beliebt, sondern auch als Deko auf dem Festtisch.
Hast du Nan panjereh irgendwo im Iran schon gesehen oder probiert?
Guten Appetit!