Märkte und Markthallen | Seite 3 von 3
Markt Vucciria: wo Palermo die Nacht durchmacht
Die Vucciria ist weder der älteste noch der größte Markt von Palermo, dafür der einzige, der es in ein Sprichwort und in eine Galerie geschafft hat. Tagsüber verschlafene Gassen mit einer Handvoll Ständen und ewig nassem Pflaster, nach Einbruch der Dunkelheit Grill, Rauch, Musik und Menschenmengen. Warum das Pflaster des Marktes dem Sprichwort nach nie trocknet, was Renato Guttuso damit zu tun hat und warum mir Ballarò lieber ist.
Der Große Basar: der größte Markt Istanbuls
Der Große Basar (Kapalıçarşı) ist einer der ältesten und größten überdachten Märkte der Welt. Seine Geschichte reicht bis ins Jahr 1455 zurück, heute ist er eine faszinierende Stadt in der Stadt. In den versteckten Gassen arbeiten noch immer traditionelle Kantinen namens Esnaf lokantası. Dort wird ehrlich für einheimische Händler und Handwerker gekocht. Dazu kommen die Teemänner, die Hunderte Gläser starken Tee austragen. Der Große Basar ist ein Ort, an dem sich Geschichte mit dem alltäglichen Trubel des Handels mischt.
Der Ägyptische Basar, Istanbul
Der Ägyptische Basar ist ein historischer Markt im Zentrum des türkischen Istanbul. Berühmt ist er für den Handel mit Gewürzen und Süßigkeiten. Es ist der zweitbekannteste Markt der Stadt und ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Das bedeutende Baudenkmal aus dem 17. Jahrhundert steht im Viertel Eminönü, gleich neben der Galatabrücke.
Markt Alexandru cel Bun, Iași: ein Markt für Einheimische
Der Markt Alexandru cel Bun ist der größte Markt in Iași - ein Hektar Stände in einem Wohnviertel, in dem die Einheimischen einkaufen und nicht die Touristen. Ich habe dort zum ersten Mal ganze Krautköpfe gesehen, die für Sarmale vergoren werden, dazu Fässer mit Salzgurken, Meerrettich, der kiloweise über die Theke geht, und frisch geschälte Walnüsse. Der Name des Marktes verweist auf eine Urkunde von 1408, die älteste erhaltene Erwähnung von Iași.
Les Halles in Clisson: eine hölzerne Markthalle aus dem 14. Jahrhundert
Die Markthalle Les Halles im französischen Clisson steht seit dem Ende des 14. Jahrhunderts, unter ihrem hölzernen Dachstuhl finden seit über sechshundert Jahren ununterbrochen Märkte statt. Sie hat sogar den Krieg in der Vendée überstanden, der den Rest der Stadt dem Erdboden gleichmachte. Die Atmosphäre saugst du am besten früh am Morgen auf, wenn die Halle noch fast leer ist und der Markt unter dem mittelalterlichen Dachstuhl erst in Gang kommt.
Saint-Aubin: der Sonntagsmarkt in Toulouse
Den besten Essenstipp für Toulouse bekamen wir beim Bier: Der Barkeeper schickte uns auf den Sonntagsmarkt Saint-Aubin. Rund um die Kirche treffen sich einmal pro Woche Käse aus den Pyrenäen, ein Kessel Aligot und Laibe Pain d'épices nach Gewicht - dazu ein Flohmarkt und Musiker. Ich nahm ein Brot mit Orangenschale mit und probierte Aligot.