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Was isst man in Madrid?

Dan Špaňhel Aktualisiert Keine Kommentare

Madrid, die Hauptstadt Spaniens, ist nicht nur das politische und kulturelle Zentrum des Landes, sondern auch eine Stadt mit hervorragender Gastronomie.

Zu den bekanntesten Madrider Gerichten gehört zweifellos der "Cocido madrileño", ein deftiger Kichererbseneintopf mit verschiedenen Fleischsorten und Gemüse. Das Gericht hat eine lange Geschichte und gilt bis heute als eines der kulinarischen Aushängeschilder der Stadt. Ein weiteres bekanntes Madrider Gericht sind die "Callos a la madrileña", Kutteln nach Madrider Art. Sie werden mit Chorizo, Paprikapulver und weiteren Gewürzen geschmort - das ergibt eine unvergessliche Geschmackskombination.

Tortilla de patatas (Kartoffelomelett) und Callos a la Madrileña (Kutteln nach Madrider Art) im Madrider Restaurant Casa Dani.
Tortilla de patatas (Kartoffelomelett) und Callos a la Madrileña (Kutteln nach Madrider Art) im Madrider Restaurant Casa Dani.

Was isst man in Madrid?

  • Cocido Madrileño. Ein traditionelles, deftiges Madrider Gericht aus mehreren Fleischsorten, Gemüse, Kichererbsen und Kartoffeln. Es gilt als eines der typischsten Gerichte der Stadt.
  • Callos a la Madrileña. Kutteln nach Madrider Art, geschmort mit Chorizo, Schinken und Paprikapulver. Mit der Zeit ist das Gericht zu einem kulinarischen Aushängeschild der Stadt geworden.
  • Bocadillo de calamares. Ein Brötchen mit frittierten Tintenfischstücken, ein typischer Madrider Snack für zwischendurch.
  • Tortilla de patatas. Ein Omelett aus Kartoffeln, Eiern und oft auch Zwiebeln. Die Tortilla ist zwar in ganz Spanien beliebt, in Madrid gehört sie aber fest zur lokalen Küche - auch als Pincho de tortilla (ein kleines Stück spanisches Omelett, das als Tapas serviert wird).
  • Churros con chocolate. Frittierte Stangen aus Brandteig, serviert mit heißer, dickflüssiger Schokolade. Ein beliebtes Madrider Frühstück.
  • Huevos rotos. Bratkartoffeln mit Spiegelei und Schinken oder Chorizo. Ein einfaches Gericht, das in Madrider Bars und Restaurants beliebt ist.
  • Oreja a la Plancha. Gegrillte Schweineohren, beliebte Madrider Tapas.
  • Gambas al ajillo. Garnelen in Knoblauchöl, eine beliebte Tapa, die mit Brot serviert wird. In Madrid gehören sie fest zur lokalen Küche.
  • Patatas bravas. Frittierte Kartoffeln, serviert mit einer pikanten Sauce. Diese Tapa gehört zu den beliebtesten und bekanntesten Madrider Gerichten.
  • Tinto de verano. Ein erfrischendes Getränk aus Rotwein und Zitronenlimonade. Es ist in ganz Spanien beliebt, in Madrid trinkt man es im Sommer aber besonders viel.
  • Caracoles a la Madrileña. Schnecken nach Madrider Art, geschmort mit Chorizo und Paprikapulver. Das ungewöhnliche Gericht gehört zur Madrider Küche und ist vor allem in den Frühlingsmonaten beliebt.
  • Bacalao a la Madrileña. Kabeljau nach Madrider Art, geschmort mit Tomaten, Paprikaschoten und Zwiebeln. Das Gericht spiegelt die Geschichte der Stadt wider, die eng mit dem Kabeljauhandel verbunden ist.
  • Rosquillas Tontas y Listas. Traditionelles Madrider Gebäck in Ringform, mit Zucker bestreut oder mit Schokolade überzogen. Es gehört fest zu den Madrider Festen und Feiern, allen voran zum Fest des heiligen Isidor, des Schutzpatrons von Madrid.
  • … und weitere 20 spanische Gerichte findest du in der Liste: Was isst man in Spanien?
Oreja a la Plancha (gegrillte Schweineohren) sind weitere beliebte Madrider Tapas.
Oreja a la Plancha (gegrillte Schweineohren) sind weitere beliebte Madrider Tapas.

Wo man in Madrid essen geht

  • Casa Dani. Für mich einer der besten Orte für Tapas in Madrid.
  • El Minibar. Ein weiterer großartiger Ort für Tapas. Das Lokal ist klein, reservieren ist ein Muss. Probier auch ihren Tinto de verano.
  • Juana La Loca. Mein drittliebster Ort für Tapas in Madrid.
  • Ojalá. Ein Restaurant, das vor allem für seine authentische Sangría bekannt ist. Kann ich nur empfehlen.
  • La Tasquería. Ein Restaurant für besondere Geschmackserlebnisse mit einem Michelin-Stern. Der Schwerpunkt liegt auf Innereien. Für ein Sternerestaurant ist das Menü relativ günstig. Auf Englisch verständigt man sich hier nur mühsam, was bei einem Sternelokal schade ist.
  • Chocolatería San Ginés. Der berühmteste Ort für Churros in Madrid. Lass dich von der Schlange nicht abschrecken, das Lokal ist groß und du kommst schnell dran.
  • La Mallorquina. Eine Konditorei im historischen Zentrum von Madrid. Ihrem "cremigen Slush-Eis" konnte ich nie widerstehen, ich habe es mir immer im Becher zum Mitnehmen geholt.
  • Panishop. Eine Bäckerei mit einem interessanten Angebot an Backwaren und vor allem Törtchen. Ein Abstecher lohnt sich, wenn du sowieso in der Nähe bist.
  • Mercado de San Ildefonso. Eine kleinere Markthalle mit drei Etagen voller Essensstände, natürlich findest du hier auch Tapas. Ein Besuch lohnt sich, wenn du in der Nähe bist, sie ist nicht so auf Touristen ausgerichtet wie der Mercado de San Miguel.

Märkte und Tapasbars - das Herz der Madrider Gastronomie

Die örtlichen Märkte und Tapasbars gehören fest zur Madrider Gastronomie. Der Mercado de San Miguel ist der berühmteste Markt Madrids. Du kannst dort eine große Auswahl an spanischen Spezialitäten probieren, vom Jamón ibérico über Meeresfrüchte bis hin zu Käse und Wein. Mir persönlich ist dieser Markt allerdings schon zu touristisch.

Tapasbars sind ein weiteres Markenzeichen Madrids. Diese kleinen, oft lauten und lebhaften Lokale bieten eine große Auswahl an kleinen Gerichten, die perfekt zu einem Abend mit Freunden und einem Glas Wein oder Bier passen. Zu meinen Lieblingstapas gehören "Patatas bravas" (pikante Kartoffeln), "Croquetas" (frittierte Kroketten) und "Gambas al ajillo" (Garnelen in Knoblauchöl).

Patatas bravas (pikante frittierte Kartoffeln) in der Madrider Markthalle Mercado de San Ildefonso.
Patatas bravas (pikante frittierte Kartoffeln) in der Madrider Markthalle Mercado de San Ildefonso.

Michelin-Restaurants und berühmte Spitzenköche aus Madrid

Madrid kann mit mehreren Michelin-Restaurants aufwarten, die zu den besten der Welt gezählt werden. Das bekannteste ist das DiverXO von Küchenchef Dabiz Muñoz, der für seine avantgardistische Herangehensweise an die Küche bekannt ist. Sein Restaurant hat drei Michelin-Sterne und ist für seine kreativen, innovativen Gerichte berühmt.

Ein weiterer großer Name der Madrider Gastroszene ist der Küchenchef Ángel León, genannt "der Koch des Meeres". Sein Restaurant Aponiente konzentriert sich auf Gerichte aus dem Meer und zeichnet sich durch Nachhaltigkeit und Rücksicht auf die Umwelt aus.

Callos a la Madrileña (Kutteln nach Madrider Art) im Madrider Sternelokal La Tasquería.
Callos a la Madrileña (Kutteln nach Madrider Art) im Madrider Sternelokal La Tasquería.

Das Restaurant La Tasquería ⭐, das sich auf Innereien spezialisiert hat, hat mir richtig gut gefallen. Und meine Eltern waren nicht weniger begeistert 👍

Lass es dir in Madrid schmecken!

Dan Špaňhel

Dan Špaňhel

Ich bin Dan. Ich schreibe nur über das, was ich selbst gekostet habe - vom Straßenstand bis zum Michelin-Stern. Für gutes Essen habe ich die halbe Welt bereist und alles Mögliche probiert - auch das Unmögliche.

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