Koloocheh Fuman: typisches iranisches Regionalgebäck
Koloocheh Fuman (کلوچه فومن) ist ein traditionelles iranisches Gebäck aus der Stadt Fuman in der Provinz Gilan im Norden des Iran (Gilan ist auch für den Anbau von Tee bekannt). Dieses süße Gebäck gehört zu den beliebtesten Regionalspezialitäten des Iran.
Das Wort "koloocheh" bezeichnet auf Persisch ganz allgemein kleines Gebäck oder Kuchen, der Zusatz "Fuman" verweist auf die geografische Herkunft. Regionale Varianten von "koloocheh" gibt es im Iran mehrere, etwa aus Yazd, Täbris oder Schiras.

Koloocheh Fuman ist rund, goldbraun gebacken und hat einen Durchmesser von etwa 10-15 cm. Seine Oberfläche zieren typische Spiralmuster, die von Hand oder mit speziellen Formen in den Teig gedrückt werden (mit einem Stempel wird zum Beispiel auch das iranische Plätzchen Kolompeh verziert). Charakteristisch sind die zart knusprige Außenschicht und die weiche, saftige Füllung im Inneren. Sie besteht in der Regel aus Walnüssen, Zucker, Kardamom, Zimt und weiteren aromatischen Gewürzen.

Von allen iranischen Speisen erinnert mich Koloocheh Fuman am meisten an die Heimat, an Tschechien. In der Füllung schmecke ich nämlich frisch gebackene Karlsbader Oblaten (ja, ja, ich weiß!).

Koloocheh Fuman ist ohne Frage mein liebstes iranisches Gebäck. Sein Geschmack hat mich so begeistert, dass ich mir genau dieses Gebäck als Wegzehrung für die lange Rückreise nach Prag über Istanbul eingepackt habe. Ein frisch gebackenes Stück kostete in einer stark besuchten Touristengegend 200.000 IRR (0,25 EUR).
Guten Appetit!
(Na gut, für die Reise habe ich gleich drei Koloocheh Fuman gekauft 😇)