Was isst man im Iran? Typische iranische Gerichte und Spezialitäten | Seite 3 von 6
Koloocheh Fuman: typisches iranisches Regionalgebäck
Koloocheh Fuman ist ein typisches iranisches Gebäck aus der Stadt Fuman in der Provinz Gilan. Das runde Gebäck mit einem Durchmesser von 10-15 cm hat auf der Oberfläche charakteristische Spiralmuster, die von Hand oder mit Formen in den Teig gedrückt werden. Koloocheh Fuman gehört zu den bekanntesten Regionalspezialitäten des Iran. Der Geschmack der Füllung erinnert mich an Karlsbader Oblaten.
Kek-e Yazdi: traditionelles Küchlein aus dem iranischen Yazd
Kek-e Yazdi ist ein traditionelles Küchlein aus der iranischen Stadt Yazd. Es hat eine luftige Krume und duftet intensiv nach Kardamom. Diese Süßigkeit, die an einen kleinen Muffin erinnert, folgt einem der ältesten und bekanntesten Rezepte der persischen Konditorkunst, die großzügig mit aromatischen Zutaten wie Rosenwasser und gemahlenem Kardamom umgeht.
Nan-e khoshk: iranisches Trockenbrot
Nan-e khoshk, wörtlich "trockenes Brot", ist ein traditionelles iranisches Brot, bekannt für seine Einfachheit, die lange Haltbarkeit und die vielseitige Verwendung. Es besteht aus Mehl, Wasser und Salz, der Teig wird zu dünnen Fladen ausgerollt und bei hoher Temperatur gebacken - daher die typische Knusprigkeit. Oft kommen noch Samen dazu. Im ganzen Iran beliebt, wird es zu Käse, Joghurt oder Suppen serviert und ist dank seiner Haltbarkeit ideal für unterwegs.
Doogh: iranisches Joghurtgetränk mit Minze
Doogh, das traditionelle Joghurtgetränk, ist im Iran besonders in den heißen Sommermonaten beliebt. Es besteht aus Joghurt, Wasser und Salz und wird mit getrockneter Minze verfeinert, die ihm ein feines Aroma und einen zarten Geschmack verleiht. Am besten kommt es als Begleitung zu Gerichten mit Fleisch, Reis oder Brot zur Geltung, denn seine Säure gleicht die kräftigen Aromen aus.
Kalam polo: iranischer Reis mit Kohl
Kalam polo, ein traditionelles iranisches Gericht aus Schiras, bringt Reis, Kohl und aromatische Kräuter perfekt zusammen. Der Name kommt von den persischen Wörtern für Kohl (kalam) und Reis (polo) und verrät damit genau, worum es geht. Am besten schmeckt es mit dem traditionellen Schirasi-Salat und karamellisiertem Tahdig-Reis.
Halva zard: süßer Safranbrei aus dem Iran
Halva zard ist ein traditioneller süßer Safranbrei aus dem Iran und eine Spezialität der Stadt Schiras und ihrer Umgebung. Die Nachspeise, deren Name übersetzt "gelbe Halva" bedeutet, besticht durch ihre goldene Farbe, ihre feine Konsistenz und den kräftigen Safranduft. Zubereitet wird sie aus Reismehl, Zucker, Wasser und Safran; das Ergebnis ist ein glatter, cremiger Brei, der oft mit Pistazien, Mandeln oder Zimt garniert wird.
Kolompeh: traditionelles iranisches Gebäck mit Dattelfüllung
Kolompeh ist eine traditionelle iranische Süßigkeit aus der Provinz Kerman. Es ist ein mürbes Gebäck mit einer Füllung aus feiner Dattelpaste. Meist ist es rund. Vor dem Backen prägt ein Stempel dekorative Muster in die Oberfläche und verteilt dabei die Füllung gleichmäßig. Im Iran isst man Kolompeh gern zum Tee oder Kaffee.
Nan panjereh: knusprige Köstlichkeit aus dem Iran
Nan panjereh, wörtlich "Fensterbrot", ist eine traditionelle iranische Nachspeise, die vor allem zu festlichen Anlässen zubereitet wird. Sein charakteristisches Aussehen mit den dekorativen Mustern, die an kleine Fenster erinnern, entsteht durch eine spezielle Metallform, in der es frittiert wird. Solche Metallformen werden oft als Familienschatz weitergegeben.
Dizi/Abgoosht: iranisches Lammfleisch mit Kichererbsen
Dizi, auch als Abgoosht bekannt, ist ein traditionelles iranisches Gericht aus Lammfleisch, Kichererbsen, Bohnen, Kartoffeln, Tomaten und Gewürzen. Das Wort "Dizi" bezeichnet den Topf, in dem alles langsam gart. Nach dem Kochen wird der flüssige Teil abgegossen und als Suppe serviert, die festen Zutaten werden mit einem speziellen Werkzeug zu einem feinen Brei gestampft. Diesen Brei nimmt man dann mit Brot auf.
Sohan: traditionelles iranisches Karamell
Sohan ist eine traditionelle iranische Süßigkeit auf Karamellbasis. Er stammt aus der Stadt Ghom. Der Sohan ist knusprig und schmeckt intensiv nach Safran, Pistazien und Kardamom. Verkauft wird er traditionell in verzierten Dosen - genau das macht ihn zum perfekten kulinarischen Mitbringsel.