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Was isst man in Italien? Typische italienische Gerichte und Spezialitäten | Seite 4 von 6

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Cannoli: sizilianische Teigröllchen mit Ricotta

Cannoli sind knusprig frittierte Röllchen, gefüllt mit einer Creme aus Schafsricotta, die bekannteste Süßigkeit Siziliens. Ihren Namen haben sie vom Schilfrohr, um das der Teig früher gewickelt wurde, ihre Geschichte von den Legenden über den Harem in Caltanissetta und von den Klosterkonditoreien. Gefüllt wird erst kurz vor dem Verkauf, sonst weicht die Hülle auf - und genau daran erkennst du eine gute Konditorei.

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I Segreti del Chiostro: Klosterkonditorei in Palermo

Die Konditorei I Segreti del Chiostro in Palermo verrät nur ein Schild vor dem Kloster Santa Caterina. Drinnen werden nach den Rezepten der Klausurnonnen Cannoli, Cassata und Minne di Sant'Agata gebacken - Süßigkeiten, die jahrhundertelang durch eine Drehlade in der Mauer verkauft wurden. Und zum Gebäck gibt es den Garten des Kreuzgangs und den Blick vom Klosterdach dazu.

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Stigghiola di vitello: gegrillte Kalbsdärme aus Sizilien

Stigghiola di vitello sind dünne Kalbsdärme, die auf einen Spieß gewickelt und über Holzkohle gegrillt werden - ein Street Food aus Palermo, das heute zu ganz Sizilien gehört. Nach dem Grillen werden sie in Stücke geschnitten, gesalzen, mit Zitrone beträufelt und ohne Beilage mit den Händen gegessen. Der Name geht auf das lateinische Wort für Därmchen zurück, die Geschichte auf das "fünfte Viertel" - zu allem, was im Schlachthof für die Ärmeren übrig blieb.

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Stigghiola: gegrillte Lammdärme aus Sizilien

Die Stigghiola ist ein sizilianisches Street-Food-Gericht aus gereinigtem Lamm- oder Zickleindarm, der um eine Frühlingszwiebel und Petersilie gewickelt und über Holzkohle gegrillt wird. Sie gehört zur Küche des fünften Viertels und kommt auf der ganzen Insel auf den Rost, in Messina unter dem Namen tajuni. Serviert wird sie heiß, nur mit Salz und Zitrone, meist abends an einem Stand, den man am Rauch erkennt.

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Markt Vucciria: wo Palermo die Nacht durchmacht

Die Vucciria ist weder der älteste noch der größte Markt von Palermo, dafür der einzige, der es in ein Sprichwort und in eine Galerie geschafft hat. Tagsüber verschlafene Gassen mit einer Handvoll Ständen und ewig nassem Pflaster, nach Einbruch der Dunkelheit Grill, Rauch, Musik und Menschenmengen. Warum das Pflaster des Marktes dem Sprichwort nach nie trocknet, was Renato Guttuso damit zu tun hat und warum mir Ballarò lieber ist.

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Cartocci siciliani: frittierte Heferöllchen mit Ricotta

Cartocci siciliani sind frittierte Röllchen aus Hefeteig, in Zucker gewälzt und mit gesüßter Ricotta und Schokoladenstückchen gefüllt. Sie sind die Geschwister der Cannoli aus Palermo, wo man sie morgens in der Bar oder in der Bäckerei zum Kaffee kauft; in Palermo heißen sie auch Macallè - nach einer äthiopischen Stadt, ohne dass jemand wüsste, warum. Heute gibt es sie auf ganz Sizilien.

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Cornetto: die italienische Antwort auf das Croissant

Das Cornetto ist die italienische Variante des Croissants: Plunderteig zum Hörnchen gerollt, mit Ei und Zucker im Teig, weicher und süßer als das französische Original und fast immer gefüllt mit Creme, Schokolade, Marmelade oder Pistaziencreme. In Norditalien heißt es Brioche, im Regal Croissant, an der Theke Cornetto. Gegessen wird es morgens zum Cappuccino, und sein Stammbaum führt ins mittelalterliche Wien, nicht nach Paris.

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Pardulas: sardische Küchlein mit Ricotta

Pardulas sind kleine sardische Küchlein aus geknifftem Teig, gefüllt mit Schafsricotta, Safran und Zitrusschale und goldgelb gebacken. Ursprünglich waren sie ein Ostergebäck, das Kinder an Allerseelen von Haus zu Haus trugen; heute wird es auf Sardinien das ganze Jahr über gebacken - und mit jeder Gegend der Insel ändern sich Name und Füllung: mal kommt frischer Käse hinein, mal Rosinen. Wonach sie benannt sind, weiß bis heute niemand sicher.

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Crostata: der italienische Gitterkuchen

Die Crostata ist ein italienischer Kuchen aus Mürbeteig, mit einer Schicht Marmelade oder Creme und einem Gitter aus Teigstreifen obenauf. Zu Hause wird sie für den Sonntag gebacken, in der Bar kommt sie zum Kaffee, und in der Bäckerei kaufst du sie nach Gewicht. Ihren Namen hat sie von der Kruste, nicht von der Füllung, und unter diesem Namen ist sie in italienischen Kochbüchern des 15. Jahrhunderts belegt. Ihre nächste Verwandte ist die österreichische Linzer Torte.

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Pizzeria Cerere: familiengeführte Pizzeria mit fünf Tischen in Cagliari

Eine kleine familiengeführte Pizzeria im Zentrum von Cagliari: fünf Tische, er am Ofen, sie im Gastraum, benannt nach der römischen Göttin der Ernte. Die Pizzeria Cerere hat auch sonntags und montags geöffnet, wenn der Großteil der Stadt schließt, und auf der Karte steht neben zwanzig Pizzen auch der sardische Klassiker mit Pecorino und getrockneter Wurst. Dazu die unfiltrierte Ichnusa aus dem nahen Assemini.