Tipps für Essen auf Reisen | Seite 62 von 62
Canelé: das Gebäck aus Bordeaux mit Karamellkruste
Canelé ist ein kleines geriffeltes Törtchen aus Bordeaux, das so lange in der Kupferform backt, bis die Kruste fast schwarz ist und der Kern wie Pudding schmeckt. Den Namen hat es von den Kanneluren antiker Säulen, den Ursprung in einer Legende über Nonnen und in einer Zunft, der man Milch und Zucker verbot.
Restaurant U Matěje, Prag: tschechische Küche von Jan Punčochář
Das Restaurant U Matěje widmet sich der modernen wie der klassischen tschechischen Küche. Das Lokal führt der erfahrene Chefkoch Jan Punčochář, bekannt aus der Fernsehshow MasterChef Česko. Angenehm sitzt es sich im Garten, der Service ist professionell und die Teller sind perfekt angerichtet - so kommt die traditionelle tschechische Küche in ihrer zeitgemäßen Form voll zur Geltung.
Restaurant Kuchyň, Prag: Rindertatar und Bier im Palais Salm
Seinen Namen verdankt das Restaurant Kuchyň womöglich den Fleischerhaken und Rauchabzügen, die bei der Sanierung in den Decken des Palais Salm zum Vorschein kamen. Ein paar Schritte von den Toren der Prager Burg entfernt kocht man hier tschechische Klassiker nach alten Kochbüchern und zapft Bier vom Tank. Ich komme immer wieder ins Kuchyň - diesmal wegen des Rindertatars mit geröstetem Brot und der gebackenen Pflaumen mit Quark.
Restaurant Field ⭐, Prag: Michelin-Mittagessen in der Corona-Zeit
Das Field ist ein mit einem Michelin-Stern ausgezeichnetes Restaurant im Zentrum von Prag, das sich auf moderne nordische Küche spezialisiert hat. Geführt wird es von Küchenchef Radek Kašpárek. In der Corona-Zeit bietet das Lokal ein dreigängiges Mittagsmenü inklusive Kaffee zu einem außergewöhnlich günstigen Preis von 590 CZK (23,60 EUR). Gäste wählen zwischen zwei Vorspeisen, zwei Hauptgängen und zwei Desserts, die Weinkarte umfasst internationale wie tschechische Weine und die Sommeliers beraten gern bei der Auswahl.
Restaurant Pavaj: moderne bulgarische Küche in der Plowdiwer Kapana
Das Restaurant Pavaj kocht im Plowdiwer Viertel Kapana bulgarische Küche in moderner Interpretation und gehört zu den allerersten Lokalen, die 2015 den Wandel des Viertels in Gang brachten. Seinen Namen hat es vom Pflaster, auf dem es steht. Die kurze Speisekarte beherrschen neu interpretierte Klassiker - hausgemachte Wurst, eine Variation des Schopska-Salats oder ein rosafarbener Tarator mit Roter Bete.
Plăcintă: gefüllter Fladen und Kuchen aus Rumänien
Die Plăcintă ist in Rumänien eher ein Wort als ein einzelnes Gericht: vom frittierten Fladen, der über die Theke gereicht wird, bis zum gebackenen Kuchen vom Blech. In Oradea habe ich den frittierten gegessen, mit Kartoffeln, für 2,5 RON (0,50 EUR), in Iași habe ich mir in der Bäckerei den gebackenen mit Puderzucker mitgenommen. Im Artikel erkläre ich den Unterschied zwischen Fladen und Kuchen, warum das Wort aus dem Lateinischen überlebt hat und inwiefern die tschechische palačinka seine sprachliche Enkelin ist.
Gogoși: rumänische Krapfen in Handtellergröße
Gogoși sind rumänische Hefekrapfen, die Bäckereien von der schlichten Version mit Zucker über Marmelade und Schokolade bis zur salzigen Füllung aus Käse mit Dill anbieten. Sie gehören zur mitteleuropäischen Familie von Krapfen, fánk und Pączki, tragen in den Regionen Rumäniens vier verschiedene Namen, und dasselbe Wort bedeutet im Rumänischen auch Lüge. In Sibiu habe ich sie frisch ausgebacken gegessen, bevor es per Mitfahrgelegenheit nach Cluj-Napoca ging.
Palaneț: gefülltes Brötchen aus der Siebenbürgischen Heide
Palaneț ist ein gefülltes Gebäck aus der Siebenbürgischen Heide in Rumänien: eine Platte aus Hefeteig, auf deren Mitte Kraut, Käse, Kartoffeln oder Äpfel kommen und deren Zipfel vor dem Backen zusammengezogen werden. Den Namen hat das Rumänische aus dem Ukrainischen entlehnt, wo er ganz gewöhnliches Brot bezeichnet; beheimatet ist der Palaneț in der Gemeinde Ceanu Mare, am leichtesten kaufst du ihn aber in den Bäckereien von Klausenburg, Herzhaftes neben Süßem.