Tipps für Essen auf Reisen | Seite 61 von 62
Guinness Storehouse: ein Rundgang durch die Dubliner Brauerei
Das Guinness Storehouse ist eine siebenstöckige interaktive Ausstellung über das berühmteste irische Bier, untergebracht im ehemaligen Gärhaus am Tor St. James's Gate in Dublin. Du greifst in geröstete Gerste, gehst durch ein ganzes Stockwerk voller berühmter Werbung mit dem Tukan, und ganz oben wartet ein Drink mit Blick über die ganze Stadt. Ein Firmenmuseum, das sogar einen Skeptiker begeistert.
Pub The Long Hall, Dublin
Einen irischen Pub kann man heute als Bausatz kaufen und irgendwo auf der Welt wieder aufbauen. The Long Hall in Dublin ist das Original, das diese Kopien nachzuahmen versuchen: viktorianische Einrichtung von 1881, eine Schanklizenz seit 1766 und ein Name, der wohl vom Gang hinter der Theke stammt. Dazu zwei Lektionen: wie man Guinness zapft und warum in den Whiskey ein Tropfen Wasser gehört.
Pub The Cobblestone, Dublin
Wohin man in Dublin auf ein Bier geht? Da sind sich die Reiseführer einig: Temple Bar. Ich habe das Viertel nach zwei Abenden voller Schlangen und betrunkener Touristen gemieden und bin auf einen Tipp hin, den ich beim Frühstück bekommen hatte, im The Cobblestone gelandet - einem Pub im Viertel Smithfield, in dem irische Musik am Tisch gespielt wird und die Stammgäste sich die Instrumente ausleihen, sobald die Band Feierabend hat. Einem Pub, den Dublin gegen ein Hotel verteidigt hat.
Jameson-Destillerie: Führung und Verkostung
Die Jameson-Destillerie in der Dubliner Bow Street ist das Geburtshaus des meistverkauften irischen Whiskeys - der wird allerdings seit einem halben Jahrhundert in Midleton gebrannt, und aus der Bow Street ist ein Museum mit Führung und Verkostung geworden. Dazu die schottischen Wurzeln des Gründers, der Unterschied zwischen whiskey und whisky und der Anteil der Engel, den man im Fasslager in der Luft riecht.
Full Irish Breakfast: das typische irische Frühstück
Speck, Würstchen, Spiegelei, zwei Puddings und Soda Bread - nach dem Full Irish Breakfast bekommst du bis zum Abend keinen Hunger mehr. Im Artikel erfährst du, worin sich das irische Frühstück wirklich vom englischen unterscheidet, warum der Hash Brown auf dem Teller nicht irisch ist, wie die Bed-and-Breakfast-Pensionen es berühmt gemacht haben und in welchen zwei Dubliner Bistros ich es unter Einheimischen gegessen habe.
Churros: spanisches Frittiergebäck zu heißer Schokolade
Churros sind lange, gerillte Stangen aus einem Brandteig, für den es nur Mehl, Wasser und Salz braucht, direkt ins heiße Öl gespritzt und in dicke heiße Schokolade getunkt. In Spanien gehören sie zum Frühstück und zum Morgen nach einer langen Nacht, nicht zum Dessert. Der Artikel erklärt die Herkunft des Namens, regionale Varianten wie Porras und Tejeringos, die Verwandten in Portugal und Lateinamerika und die belegte Geschichte seit den Madrider Churrerías des 19. Jahrhunderts.
La Pecera: japanisches Taiyaki mit Eis in Madrid
Die Eisdiele La Pecera im Madrider Viertel Malasaña füllt Softeis in frisch gebackene Taiyaki-Tüten - japanisches Gebäck in Fischform. Mit der spanischen Küche hat es nichts zu tun, nach Madrid schwamm es auf Umwegen über New York und Instagram. Woher der süße Fisch stammt, warum sein Name mit Glück zu tun hat und wie eine warme Tüte mit eiskaltem Eis schmeckt.
La Tasquería: ein Michelin-Stern für Innereien in Madrid
Das La Tasquería ist ein Madrider Restaurant, das sein ganzes Degustationsmenü auf Innereien aufgebaut hat und dafür einen Michelin-Stern trägt. Chefkoch Javi Estévez hat Kutteln, Zungen und Herzen aus der Straßentradition ins Fine Dining gehoben. Man wählt aus drei Degustationsmenüs unterschiedlicher Länge. Seit dem Frühjahr 2024 sitzt das Restaurant an einer neuen Adresse in Chamberí.
Saint-Émilion: Weindorf bei Bordeaux
Knapp zweitausend Einheimische und über eine Million Besucher im Jahr - und trotzdem bin ich hier selbst in der Hochsaison in aller Ruhe durch den Ort spaziert. Saint-Émilion ist ein mittelalterliches Weindorf bei Bordeaux mit einer in den Fels gehauenen Kirche, Kellern unter den Gassen und einer Weinklassifikation, um die sich die Châteaux vor Gericht streiten. Ich habe aufgeschrieben, was es zu sehen und zu probieren gibt und warum du dir mindestens zwei Tage nehmen solltest.
Macarons de Saint-Émilion: Klostermakronen ohne Füllung
Im Winzerdorf Saint-Émilion backt man eine Makrone ohne Creme, ohne Farbstoff und ohne zweite Hälfte - nur grob gemahlene Mandeln, Eiweiß und Zucker. Das Rezept hütet angeblich seit 1620 ein Ursulinenkloster, auch wenn das heute eher die Schachtel belegt als eine Akte. Wie schmeckt die Urform des berühmten französischen Gebäcks und warum bekommst du es außerhalb von Bordeaux nicht?