Backwaren | Seite 2 von 4
Simit: traditionelles türkisches Gebäck
Der Simit ist ein traditionelles türkisches Gebäck in Ringform, das mit Sesam bestreut ist. Seine Geschichte reicht bis ins Osmanische Reich zurück. Der Straßenverkauf ist zu einem festen Bestandteil der türkischen Kultur geworden. Traditionell kommt der Simit zu türkischem Tee oder Ayran auf den Tisch, dazu oft Käse, Oliven oder Tomaten. Der Simit gehört zu den unverkennbarsten Symbolen der türkischen Küche.
Açma: traditionelles türkisches süßes Gebäck
Açma ist ein traditionelles, leicht süßes türkisches Gebäck. Du bekommst sie im ganzen Land in Bäckereien, Konditoreien und an Straßenständen. Die klassische Variante kommt ohne Füllung, es gibt sie aber auch mit Kaşar-Käse, Oliven oder Pizzamischung. Açma gehört zu den Symbolen des traditionellen türkischen Frühstücks.
Taftoon: das häufigste Brot im Iran
Taftoon gehört zu den ältesten und am weitesten verbreiteten Backwaren im Iran. Dieses dünne, leicht elastische Brot wird aus Weizenmehl, Wasser, Hefe und Salz hergestellt. Nach dem Gehen rollt man den Teig von Hand zu Fladen aus und backt sie traditionell an den Wänden eines glühend heißen Tandur. In modernen Bäckereien kommen heute oft Rotationsöfen zum Einsatz, die größere Mengen erlauben. Vom Taftoon gibt es viele Varianten.
Sangak: das iranische Nationalbrot
Sangak ist ein traditionelles iranisches Vollkornbrot. Sein Name kommt vom persischen Wort "sang" (Stein) und verweist auf die besondere Backweise auf glühend heißen Kieseln. Das dünne, längliche Brot ist 70 - 80 cm lang, hat unregelmäßige Ränder und typische Dellen auf der Oberfläche. Sangak kommt frisch auf den Tisch, oft noch warm, und gehört fest zur iranischen Küche.
Nan-e khoshk: iranisches Trockenbrot
Nan-e khoshk, wörtlich "trockenes Brot", ist ein traditionelles iranisches Brot, bekannt für seine Einfachheit, die lange Haltbarkeit und die vielseitige Verwendung. Es besteht aus Mehl, Wasser und Salz, der Teig wird zu dünnen Fladen ausgerollt und bei hoher Temperatur gebacken - daher die typische Knusprigkeit. Oft kommen noch Samen dazu. Im ganzen Iran beliebt, wird es zu Käse, Joghurt oder Suppen serviert und ist dank seiner Haltbarkeit ideal für unterwegs.
Nan-e ghandi: süßes persisches Brot
Nan-e ghandi, bekannt als süßes persisches Brot, ist ein traditionelles iranisches Gebäck mit feiner, luftiger Krume und süßem Geschmack. Der Name kommt von den persischen Wörtern "nan" (Brot) und "ghand" (Zucker) und verrät damit schon das Wichtigste. Nan-e ghandi steht für Gastfreundschaft und kommt bei Familienbesuchen und geselligen Treffen zum Tee oder Kaffee auf den Tisch.
Khobz: typisches nordafrikanisches Fladenbrot
Khobz ist ein traditionelles Fladenbrot, das aus der Küche Nordafrikas nicht wegzudenken ist; vor allem in Marokko, Algerien und Tunesien wirst du ihm begegnen. Gebacken wird es aus einfachen Zutaten - Weizenmehl, Wasser, Salz und Hefe. Dieses vielseitige Brot ist nicht nur Beilage, sondern ersetzt auch das Besteck: Damit tunkt man Soßen und Suppen auf.
Tandyr Nan: traditionelles zentralasiatisches Brot
Tandyr Nan ist ein traditionelles Brot mit einer jahrtausendealten Geschichte, das aus Zentralasien und den angrenzenden Regionen stammt. Gebacken wird er in einem besonderen Lehmofen namens Tandyr. In Kirgisistan ist Tandyr Nan ein Grundnahrungsmittel und ein Symbol der Gastfreundschaft. Er wird täglich frisch gebacken, mit Mustern verziert und zu jedem Essen gereicht. Er wird nie mit dem Messer geschnitten, sondern immer mit den Händen gebrochen. Und auf den Boden legt ihn niemand - darin zeigt sich die tiefe Achtung, die die Menschen dort vor ihm haben.
Bagel: typisches polnisches Gebäck
Der Bagel ist ein typisches polnisches Gebäck mit einer Geschichte, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht. Seine runde Form steht für die Ewigkeit und bringt Glück, und die besondere Zubereitung - der Teig wird vor dem Backen kurz in Wasser gekocht - gibt ihm seine unverwechselbare Textur: eine knusprige Kruste und ein weiches, luftiges Inneres. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Bagels aus Polen fast verschwunden, doch nach dem Fall des Kommunismus feierten sie ein triumphales Comeback - heute kannst du sie in spezialisierten Bäckereien und Cafés im ganzen Land genießen.
Lavash: armenisches Brot, an der Ofenwand gebacken
Lavash ist ein dünnes ungesäuertes Brot aus Mehl, Wasser und Salz, das in Armenien an der glühenden Wand des Lehmofens Tonir gebacken wird. In knapp einer Minute bläht es sich auf und wird mit einem Haken herausgeholt; frisch ist es biegsam wie Stoff, getrocknet hält es sich monatelang. Armenien ließ es 2014 in die UNESCO-Liste eintragen; zwei Jahre später folgten fünf weitere Länder mit einem Eintrag über dünne Fladenbrote.