Backwaren | Seite 2 von 5
Byrek: traditionelles herzhaftes Gebäck vom Balkan
Byrek ist ein herzhaftes Gebäck aus dünnen Teigblättern namens Petë, gefüllt mit dem Quark Gjizë, mit Spinat, Fleisch oder Tomaten mit Zwiebeln. Gebacken wird er von der Türkei bis Israel, in Albanien aber ist er an jeder Ecke zu Hause - Spezialbäckereien, die Byrektore, verkaufen ihn stückweise und auf die Hand. Man isst ihn zum Frühstück und als Snack, warm oder kalt.
Petulla: frittierte Teigstücke zum albanischen Frühstück
Petulla sind frittierte Stücke aus dünnflüssigem, meist gegangenem Teig und in Albanien die Grundlage des Frühstücks zu Hause. Außen sind sie knusprig, innen luftig und geschmacklich neutral, deshalb passen sie zu weißem Käse ebenso gut wie zu Marmelade und Honig - gegessen werden sie herzhaft oder süß. Sie gehören zur balkanischen Familie des frittierten Teigs, neben den bulgarischen Mekitsi oder den türkischen Pişi. In Bäckereien findest du sie nicht: Frittiert werden sie zu Hause und in Pensionen.
Bukë misri: das Maisbrot des ländlichen Albaniens
Bukë misri ist ungesäuertes Maisbrot aus dem ländlichen Albanien - ein Fladen aus Maismehl, Wasser und Salz, früher unter einer Metallglocke namens Saç gebacken, heute in der Ofenform im Backofen. Mais wird in Albanien seit dem 17. Jahrhundert angebaut, sein Brot war über Jahrhunderte das Alltagsessen armer Bergfamilien. Ähnliches backen auch die Nachbarn: in Serbien Proja, in Griechenland Bobota.
Kulaç: albanisches ungesäuertes Brot
Kulaç ist ein dichtes, rundes Brot der albanischen Küche, das ohne Sauerteig und Hefe angesetzt wird und deshalb nicht erst aufgehen muss. Dem Namen nach ist er ein Verwandter unseres tschechischen Koláč, eines runden süßen Kuchens. In der Not wurde er früher direkt in der Asche der Feuerstelle gebacken, und bei Hochzeitsbräuchen in Albanien und im Kosovo spielt er bis heute eine Rolle. Im Süden des Landes wird daraus das festliche Përshesh: zerbröckeltes Brot, das sich mit dem Bratensaft eines Truthahns vollsaugt.
Simit: traditionelles türkisches Gebäck
Der Simit ist ein traditionelles türkisches Gebäck in Ringform, das mit Sesam bestreut ist. Seine Geschichte reicht bis ins Osmanische Reich zurück. Der Straßenverkauf ist zu einem festen Bestandteil der türkischen Kultur geworden. Traditionell kommt der Simit zu türkischem Tee oder Ayran auf den Tisch, dazu oft Käse, Oliven oder Tomaten. Der Simit gehört zu den unverkennbarsten Symbolen der türkischen Küche.
Açma: traditionelles türkisches süßes Gebäck
Açma ist ein traditionelles, leicht süßes türkisches Gebäck. Du bekommst sie im ganzen Land in Bäckereien, Konditoreien und an Straßenständen. Die klassische Variante kommt ohne Füllung, es gibt sie aber auch mit Kaşar-Käse, Oliven oder Pizzamischung. Açma gehört zu den Symbolen des traditionellen türkischen Frühstücks.
Taftoon: das häufigste Brot im Iran
Taftoon gehört zu den ältesten und am weitesten verbreiteten Backwaren im Iran. Dieses dünne, leicht elastische Brot wird aus Weizenmehl, Wasser, Hefe und Salz hergestellt. Nach dem Gehen rollt man den Teig von Hand zu Fladen aus und backt sie traditionell an den Wänden eines glühend heißen Tandur. In modernen Bäckereien kommen heute oft Rotationsöfen zum Einsatz, die größere Mengen erlauben. Vom Taftoon gibt es viele Varianten.
Sangak: das iranische Nationalbrot
Sangak ist ein traditionelles iranisches Vollkornbrot. Sein Name kommt vom persischen Wort "sang" (Stein) und verweist auf die besondere Backweise auf glühend heißen Kieseln. Das dünne, längliche Brot ist 70 - 80 cm lang, hat unregelmäßige Ränder und typische Dellen auf der Oberfläche. Sangak kommt frisch auf den Tisch, oft noch warm, und gehört fest zur iranischen Küche.
Nan-e khoshk: iranisches Trockenbrot
Nan-e khoshk, wörtlich "trockenes Brot", ist ein traditionelles iranisches Brot, bekannt für seine Einfachheit, die lange Haltbarkeit und die vielseitige Verwendung. Es besteht aus Mehl, Wasser und Salz, der Teig wird zu dünnen Fladen ausgerollt und bei hoher Temperatur gebacken - daher die typische Knusprigkeit. Oft kommen noch Samen dazu. Im ganzen Iran beliebt, wird es zu Käse, Joghurt oder Suppen serviert und ist dank seiner Haltbarkeit ideal für unterwegs.
Nan-e ghandi: süßes persisches Brot
Nan-e ghandi, bekannt als süßes persisches Brot, ist ein traditionelles iranisches Gebäck mit feiner, luftiger Krume und süßem Geschmack. Der Name kommt von den persischen Wörtern "nan" (Brot) und "ghand" (Zucker) und verrät damit schon das Wichtigste. Nan-e ghandi steht für Gastfreundschaft und kommt bei Familienbesuchen und geselligen Treffen zum Tee oder Kaffee auf den Tisch.