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Was isst man auf Mauritius? Typische mauritische Gerichte und Spezialitäten | Seite 3 von 5

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Kot Ti Baz: Omas Bistro mit Farata in Flic en Flac

Das winzige Bistro Kot Ti Baz an der Coastal Road in Flic en Flac hat eine Großmutter eröffnet, nachdem ihr Enkel ihr immer wieder gesagt hatte, er habe Hunger. Mit einem Kühlschrank und einem Gaskocher macht sie Farata, gebratene Nudeln und Curry, vor der Tür garen Boulettes im Dämpftopf. Auf Google Maps brauchst du das Lokal nicht zu suchen - erkennen kannst du es am Schild und am handgeschriebenen Menü.

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Dholl puri: mauritisches Fladenbrot mit gelber Erbsenfüllung

Dholl puri ist ein dünnes Fladenbrot mit einer Füllung aus gelbem Erbsenmus, das mit indischen Arbeitern nach 1834 nach Mauritius kam - trocken gebacken, obwohl sein Name auf frittiertes Gebäck verweist. Es wird stückweise in Papier verkauft, mit Bohnencurry, Rougaille und eingelegtem Gemüse. In Port Louis wird es am Straßenstand in zwanzig Sekunden zusammengestellt.

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Fruit confit: Ananas mit Chili und eingelegte Mango

Auf mauritischen Märkten wird Obst anders verkauft, als man es von zu Hause gewohnt ist: Frische Ananas bekommt Chili obendrauf, unreife Mango landet in einem Sud aus Essig mit Salz und Zucker. Die Spezialität heißt Fruit confit, auf Kreolisch konfi. Eine Tüte für ein paar Cent mischt man dir auf dem Markt in Port Louis und an den Stränden zusammen; praktisch dasselbe wird auch auf der Schwesterinsel Réunion verkauft.

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Teokon farci: gedämpfter gefüllter Tofu nach mauritischer Art

Tofu ist auf Mauritius nur eine Hülle. Teokon farci ist ein Stück Tofu, bestrichen mit einer Paste aus püriertem Fisch und getrockneten Garnelen, gedämpft und mit klarer Hühnerbrühe und Frühlingszwiebeln übergossen - eine Vorspeise aus chinesischen Bistros und von Klößchenständen, die die Insel von den Hakka-Einwanderern geerbt hat. Was der Name bedeutet, warum sich der Tofu wie Teig verhält und was die Schale in Flic en Flac gekostet hat.

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Riz frit: gebratener Reis auf mauritische Art

Riz frit ist gebratener Reis auf mauritische Art: gekochter Reis vom Vortag, im Wok geschwenkt mit Ei, Hähnchenfleisch oder Garnelen, Gemüse und Sojasauce. Auf die Insel gebracht haben ihn chinesische Einwanderer, heute kochen ihn Imbisse, Schulkantinen und Restaurants. Warum er nicht nach Kanton benannt ist, worin er sich von seinen Verwandten unterscheidet und wie er in Flic en Flac schmeckte.

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Hakien: das zweimal frittierte Röllchen aus Mauritius

Hakien ist ein mauritisches frittiertes Röllchen aus gehacktem Hühnerfleisch oder Garnelen und Gemüse, das in flüssigen Teig getaucht und zweimal hintereinander frittiert wird, sodass es eine dicke, wellige Kruste bekommt. Auf die Insel gebracht haben es die Hakka-Chinesen, nach denen es auch benannt ist; heute gehört es zum verbreitetsten Street Food auf Mauritius.

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Bistro Ti Kabann: Strandbude mit gebratenen Nudeln in Flic en Flac

Auch in einem Badeort kann man gut essen - man muss sich mittags nur dort anstellen, wo die Einheimischen stehen. Die Strandbude Ti Kabann an der Straße von Flic en Flac nach Wolmar reicht gekochte und gebratene Nudeln für gut hundert Rupien aus dem Fenster. Der Name bedeutet Kleine Hütte und passt bis zum letzten Nagel; auf Google Maps brauchst du sie allerdings nicht zu suchen - die verlässlichere Koordinate ist die Schlange.

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Piment farci: gefüllte Paprika nach mauritischer Art

Piment farci ist ein frittiertes Häppchen, das sich Mauritius mit Réunion teilt: eine ganze, leicht scharfe Paprika, längs eingeschnitten, von den Kernen befreit und mit gewürztem Fleisch oder Thunfisch mit Chayote gefüllt, in Teig getaucht und goldbraun frittiert. Sie wird stückweise verkauft, als herzhafter Snack zum Bier.

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Salat aus Gâteaux piments: mauritische frittierte Spalterbsenbällchen zum zweiten Mal auf dem Tisch

Salat aus Gâteaux piments ist ein kalter mauritischer Salat aus den frittierten Spalterbsenbällchen vom Vortag, die mit Zwiebeln, Tomaten und frischem Koriander vermengt und mit Zitrone beträufelt werden. Das Bällchen selbst kam mit den indischen Vertragsarbeitern auf die Insel und wird auch auf Réunion gegessen, der Salat aus Resten ist dagegen eine rein mauritische Idee. Er funktioniert nur mit Bällchen, die über Nacht hart geworden sind.

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Frische Kokosnuss: Saft und Fruchtfleisch aus der jungen Nuss

Die frische Kokosnuss ist die junge grüne Frucht der Kokospalme, die an den Stränden und auf den Märkten von Mauritius als Getränk und als Speise zugleich verkauft wird: Der Verkäufer öffnet sie mit der Machete, du trinkst den klaren Saft und gehst mit der leeren Nuss zurück, um dir das weiße Fruchtfleisch zu holen. Ihren Namen hat die Kokosnuss von einem portugiesischen Schreckgespenst, die Insel voller Palmen importiert ihre Nüsse aus Madagaskar, und das Fruchtfleisch der jungen Frucht schmeckt ganz anders als getrocknete Kokosraspeln.