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Was isst man rund um die Welt? | Seite 20 von 70

Türkei

Sumach: saures Gewürz aus den Früchten des Gerber-Sumachs

Sumach ist ein saures Gewürz aus den getrockneten und gemahlenen Früchten des Gerber-Sumachs. Seinen Namen verdankt er dem aramäischen Wort für Rot, und er wächst von Sizilien bis in den Iran. In türkischen Kebabläden steht er neben dem Salz auf dem Tisch, am häufigsten knetet man ihn aber unter rohe Zwiebeln, die zu Gegrilltem serviert werden; auch das palästinensische Musakhan und die levantinische Gewürzmischung Za'atar kommen ohne ihn nicht aus.

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Macun şekeri: der traditionelle türkische Lutscher

Macun şekeri ist eine traditionelle türkische Süßigkeit, die an einen Lutscher erinnert. Es ist eine dickflüssige, zähe Karamellpaste, die auf ein Holzstäbchen gewickelt wird. Diese weiche Masse löst sich langsam im Mund auf und gibt dabei intensive Kräuter- und Fruchtnoten frei. Entstanden sein soll die Süßigkeit im 16. Jahrhundert als Medizin für die Mutter von Sultan Süleyman.

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Rakı: türkischer Anisschnaps aus Trauben

Rakı ist ein türkischer Anisschnaps aus Trauben: Mit Wasser verdünnt trübt er sich milchig weiß, deshalb nennen ihn die Türken Löwenmilch. Hergestellt wird er durch eine zweite Destillation eines Traubendestillats mit Anis in kupfernen Brennblasen, getrunken wird er langsam, an einem Tisch voller Meze und bei langen Gesprächen. Verwandte hat er im ganzen östlichen Mittelmeerraum, vom griechischen Ouzo bis zum levantinischen Arak.

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Çağla badem: unreife grüne Mandeln mit Salz

Çağla badem sind junge Früchte des Mandelbaums, geerntet, bevor in ihrem Inneren die Schale hart wird. In der Türkei isst man diese unreifen grünen Mandeln roh und im Ganzen, samt Haut, meist mit einer Prise Salz; an den Marktständen gibt es sie nur ein paar Wochen im Frühling. Dieselbe Delikatesse kennt man auch im Iran und im Libanon, und in Gaziantep kocht man aus grünen Mandeln und Lamm das Çağla aşı.

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İrmik helvası: türkische Grießhalva

İrmik helvası ist ein traditionelles türkisches Dessert aus Grieß, Butter, Zucker, Milch und Pinienkernen. Die Süßigkeit erinnert eher an einen warmen, dicken Brei als an die klassische trockene Halva aus Sesampaste. In der Türkei hat dieses Dessert eine starke gesellschaftliche Bedeutung, gekocht wird es zum Beispiel bei der Geburt eines Kindes oder bei einem Todesfall in der Familie.

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Türkische Oliven

Die Türkei ist weltweit einer der bedeutendsten Produzenten von Oliven und Olivenöl. Der größte Teil kommt aus der Ägäisregion, die dank des Mittelmeerklimas rund die Hälfte der gesamten Ernte liefert. Oliven und Olivenöl sind aus der türkischen Küche nicht wegzudenken.

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Köfte: gegrilltes Hackfleisch

Köfte ist ein traditionelles Hackfleischgericht, das in unzähligen regionalen Varianten zubereitet wird. Auf dem Teller landet es meist als gegrillte Röllchen, Bällchen oder Buletten. Grundlage des Rezepts ist eine gute Fleischmischung mit genug Fett, damit alles saftig bleibt. Gewürzt wird mit Zwiebeln und einer je nach Region unterschiedlichen Gewürzmischung. Am besten gelingt Köfte über Holzkohle, die ihm sein unverwechselbares rauchiges Aroma gibt.

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Ezme: scharfer türkischer Salat aus rohem Gemüse

Ezme ist ein scharfes türkisches Meze: rohe Tomaten, grüne Paprika, Zwiebeln und Petersilie, fein gehackt und mit Paprikamark und einem säuerlichen Dressing aus Zitrone und Granatapfelsirup gebunden. Es stammt aus dem Kebab-Südosten rund um Adana und Gaziantep und landet in Restaurants oft ungefragt auf dem Tisch, noch vor dem Fleisch. Gegessen wird es frisch, mit Brot aufgetunkt.

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Çoban salatası: Hirtensalat aus Tomaten, Gurken und Zwiebeln

Çoban salatası heißt übersetzt Hirtensalat, mit einer Herde hat er aber nichts zu tun: Er ist eine fein gewürfelte Mischung aus Tomaten, Gurken, grüner Paprika und Zwiebeln mit Olivenöl und Zitrone, die die Türken zu gegrilltem Fleisch und Kebabs servieren. Dieselben Würfelchen schneidet man auch im Iran, in Israel und auf dem Balkan, und über die Herkunft des Namens lässt sich nur spekulieren.

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Ezogelin çorbası: die türkische Linsensuppe der Braut Ezo

Ezogelin çorbası gehört zu den gängigsten Suppen einfacher türkischer Lokale: Die roten Linsen zerkochen darin, bis die Suppe dick ist, Bulgur und Reis sorgen für Biss, und obendrauf kommt Butter mit getrockneter Minze und Paprika. Benannt ist sie nach einer echten Frau, Ezo aus einem Dorf bei Gaziantep, die über die syrische Grenze hinweg verheiratet wurde; an ihre Sehnsucht nach der Heimat erinnern bis heute türkische Lieder und Filme. Serviert wird sie mit Zitrone und Brot.