Was isst man rund um die Welt? | Seite 23 von 70
Havij bastani: Karottensaft mit Eiscreme
Havij bastani ist eine traditionelle iranische Köstlichkeit aus frischem Karottensaft und Sahneeis. Es schmeckt außergewöhnlich süß, frisch und cremig zugleich. Im Iran ist dieses Getränk vor allem in den Sommermonaten beliebt. Auch wenn die Kombination aus Karottensaft und Sahneeis ungewöhnlich klingt, ist der Geschmack vollkommen harmonisch.
Iranischer Tee
Tee gehört zum Alltag der Iraner und ist ein Symbol ihrer Gastfreundschaft. Getrunken wird er zu jeder Gelegenheit - vom Familientreffen bis zur Arbeitsbesprechung. Der traditionelle schwarze Tee, oft mit Kandiszucker gesüßt, entsteht im Samowar, den russische Händler im 19. Jahrhundert ins Land brachten. Serviert wird er in kleinen Gläsern - manchmal schlürft man ihn durch ein Stück Zucker im Mund. Der Iran zählt zu den größten Teekonsumenten der Welt.
Fesenjan: iranische Sauce aus Walnüssen und Granatapfelsaft
Der Fesenjan gehört zu den bedeutendsten Gerichten der persischen Küche. Grundlage ist eine dicke Sauce aus gemahlenen Walnüssen und Granatapfelsaft, die ihm den typisch süßsauren Geschmack und die dunkelbraune Farbe gibt. Am häufigsten kommt er mit Geflügel auf den Tisch, genauso gut passen aber Rind oder Lamm. Serviert wird er traditionell mit locker gedämpftem Reis.
Estamboli polo: iranisches Gericht aus Reis und Kartoffeln
Estamboli polo, übersetzt "Reis nach Istanbuler Art", ist ein traditionelles iranisches Gericht aus Reis und Kartoffeln, das seine Beliebtheit der einfachen Zubereitung und den leicht erhältlichen Zutaten verdankt. Trotz des Namens hat es keinen direkten Bezug zur türkischen Küche. Es gibt mehrere Varianten - von der roten Version mit Tomaten und grünen Bohnen über die Fleischvariante mit Hackfleisch bis zur schlichtesten weißen Version, die nur gekochten Reis und Kartoffeln kombiniert. Estamboli polo ist ein Symbol für Genügsamkeit und Bescheidenheit.
Koloocheh Fuman: typisches iranisches Regionalgebäck
Koloocheh Fuman ist ein typisches iranisches Gebäck aus der Stadt Fuman in der Provinz Gilan. Das runde Gebäck mit einem Durchmesser von 10-15 cm hat auf der Oberfläche charakteristische Spiralmuster, die von Hand oder mit Formen in den Teig gedrückt werden. Koloocheh Fuman gehört zu den bekanntesten Regionalspezialitäten des Iran. Der Geschmack der Füllung erinnert mich an Karlsbader Oblaten.
Kek-e Yazdi: traditionelles Küchlein aus dem iranischen Yazd
Kek-e Yazdi ist ein traditionelles Küchlein aus der iranischen Stadt Yazd. Es hat eine luftige Krume und duftet intensiv nach Kardamom. Diese Süßigkeit, die an einen kleinen Muffin erinnert, folgt einem der ältesten und bekanntesten Rezepte der persischen Konditorkunst, die großzügig mit aromatischen Zutaten wie Rosenwasser und gemahlenem Kardamom umgeht.
Nan-e khoshk: iranisches Trockenbrot
Nan-e khoshk, wörtlich "trockenes Brot", ist ein traditionelles iranisches Brot, bekannt für seine Einfachheit, die lange Haltbarkeit und die vielseitige Verwendung. Es besteht aus Mehl, Wasser und Salz, der Teig wird zu dünnen Fladen ausgerollt und bei hoher Temperatur gebacken - daher die typische Knusprigkeit. Oft kommen noch Samen dazu. Im ganzen Iran beliebt, wird es zu Käse, Joghurt oder Suppen serviert und ist dank seiner Haltbarkeit ideal für unterwegs.
Doogh: iranisches Joghurtgetränk mit Minze
Doogh, das traditionelle Joghurtgetränk, ist im Iran besonders in den heißen Sommermonaten beliebt. Es besteht aus Joghurt, Wasser und Salz und wird mit getrockneter Minze verfeinert, die ihm ein feines Aroma und einen zarten Geschmack verleiht. Am besten kommt es als Begleitung zu Gerichten mit Fleisch, Reis oder Brot zur Geltung, denn seine Säure gleicht die kräftigen Aromen aus.
Kalam polo: iranischer Reis mit Kohl
Kalam polo, ein traditionelles iranisches Gericht aus Schiras, bringt Reis, Kohl und aromatische Kräuter perfekt zusammen. Der Name kommt von den persischen Wörtern für Kohl (kalam) und Reis (polo) und verrät damit genau, worum es geht. Am besten schmeckt es mit dem traditionellen Schirasi-Salat und karamellisiertem Tahdig-Reis.
Halva zard: süßer Safranbrei aus dem Iran
Halva zard ist ein traditioneller süßer Safranbrei aus dem Iran und eine Spezialität der Stadt Schiras und ihrer Umgebung. Die Nachspeise, deren Name übersetzt "gelbe Halva" bedeutet, besticht durch ihre goldene Farbe, ihre feine Konsistenz und den kräftigen Safranduft. Zubereitet wird sie aus Reismehl, Zucker, Wasser und Safran; das Ergebnis ist ein glatter, cremiger Brei, der oft mit Pistazien, Mandeln oder Zimt garniert wird.