Was isst man rund um die Welt? | Seite 29 von 71
Assidat zgougou: cremiges tunesisches Dessert
Assidat zgougou ist ein traditionelles tunesisches Dessert, das vor allem zum Mawlid zubereitet wird, in Konditoreien bekommst du es aber das ganze Jahr über. Seine typisch cremige Konsistenz verdankt es der Grundzutat - den Samen der Aleppo-Kiefer. Die Oberfläche wird mit Nüssen verziert, die oft zu hübschen Mustern angeordnet sind.
Makroudh: tunesisches Gebäck mit Dattelfüllung
Makroudh ist eine traditionelle tunesische Süßigkeit aus der Stadt Kairouan. Sie besteht aus einem Weizengrießteig, der mit Dattelpaste gefüllt und zu Rollen geformt wird. Diese werden flach gedrückt, in die typischen Rauten geschnitten und goldbraun frittiert. Zum Schluss taucht man die einzelnen Stücke in einen Sirup aus Zucker, Wasser und Zitronensaft. Makroudh ist im ganzen Maghreb beliebt.
Basbousa: saftiger arabischer Grießkuchen
Basbousa, in Tunesien auch als Harissa bekannt, ist eine traditionelle Süßspeise, die im Nahen Osten, in Nordafrika und im Mittelmeerraum beliebt ist. Der saftige Kuchen wird aus grobem Weizengrieß gebacken, der ihm seine unverwechselbar körnige Textur gibt, und nach dem Backen mit süßem Zuckersirup übergossen. Bei Feiern, im Ramadan, auf Hochzeiten und zu Festen wie dem Eid al-Fitr darf Basbousa nicht fehlen. Das Rezept unterscheidet sich von Region zu Region.
Harissa: die scharfe Chilipaste aus Tunesien
Harissa ist eine traditionelle tunesische scharfe Paste, in der sich der intensive Geschmack getrockneter Chilischoten mit Knoblauch, Öl und aromatischen Gewürzen verbindet. Der Name geht auf das arabische Wort "hars" zurück, also "zerstoßen", und beschreibt genau die traditionelle Zubereitung im Kupfermörser. Die bekanntesten Varianten stammen aus Nabeul, wo die Schoten der Sorte Baklouti mit großer Sorgfalt angebaut und verarbeitet werden. Aus der tunesischen Küche ist Harissa nicht wegzudenken.
Was aus Tunesien mitbringen?
Zu meinen liebsten kulinarischen Mitbringseln aus Tunesien gehört der dortige Couscous. Er ist die Grundlage der tunesischen Küche und seine Qualität ist erstklassig. Tunesisches Olivenöl zählt zu den besten der Welt. Und dann ist da noch Bsissa, diese nahrhafte Mischung aus Getreide, Hülsenfrüchten und Gewürzen - der kann ich einfach nicht widerstehen, für mich ist sie so etwas wie die tunesische "Nutella".
Khobz: typisches nordafrikanisches Fladenbrot
Khobz ist ein traditionelles Fladenbrot, das aus der Küche Nordafrikas nicht wegzudenken ist; vor allem in Marokko, Algerien und Tunesien wirst du ihm begegnen. Gebacken wird es aus einfachen Zutaten - Weizenmehl, Wasser, Salz und Hefe. Dieses vielseitige Brot ist nicht nur Beilage, sondern ersetzt auch das Besteck: Damit tunkt man Soßen und Suppen auf.
Fricassé: typisches tunesisches Street Food
Fricassé ist eine tunesische Sandwich-Variante. Es handelt sich um ein Hefegebäck, das frittiert, danach der Länge nach aufgeschnitten und mit den unterschiedlichsten Zutaten gefüllt wird, typischerweise mit Thunfisch aus der Dose, gekochtem Ei, Oliven, Kartoffeln und scharfer Harissa. Diese Köstlichkeit gehört zu den beliebtesten Street-Food-Gerichten Tunesiens.
Boga: die tunesische Nationallimonade
Boga ist die Nationallimonade Tunesiens - eine Familie süßer kohlensäurehaltiger Getränke der Firma SFBT, die im Land auch Coca-Cola abfüllt. Der Name entstand als Verkürzung des französischen boisson gazeuse, also Sprudelgetränk. Die berühmteste Sorte ist die dunkelbraune Boga Cidre: Äpfel und Alkohol enthält sie nicht, ihren Geschmack schreibt man einem Extrakt aus Carob zu. Ihr Gründungsjahr druckt der Hersteller direkt aufs Etikett.
Tunesische Datteln
Die Dattelpalme, Symbol für Leben und Fülle, wird in Tunesien schon seit der Zeit Karthagos angebaut. Datteln sind tief in der Geschichte, Kultur und Wirtschaft des Landes verwurzelt. Die berühmteste heimische Sorte ist Deglet Nour, bekannt für ihren feinen Geschmack und ihre Qualität.
Tunesischer Wein: von Mago bis zu zwei Flaschen aus dem Monoprix
Tunesischer Wein knüpft an eine Tradition an, die älter ist als Rom - über die Rebe schrieb schon der karthagische Agronom Mago. Sizilianische Siedler und das französische Protektorat machten ihn zum Exportartikel, die Verstaatlichung hätte ihn beinahe begraben. Heute hat das Land sieben Appellationen und Weingüter mit punischen Namen; verkauft wird Wein in abgetrennten Räumen der Supermärkte.