Tipps für Essen auf Reisen | Seite 29 von 62
Rogalowe Muzeum Poznania: wie man ein Martinshörnchen backt
Das Martinshörnchen ist eine der berühmtesten regionalen Spezialitäten Posens. Das Rogalowe Muzeum Poznania ist eine großartige Show, die dir auf unterhaltsame Weise zeigt, wie es entsteht und woher es kommt. Zwei historisch gekleidete Küchenjungen führen dich durch den ganzen Prozess, vom Teig bis zum Backen und Probieren. Die Show läuft auf Englisch. Wenn du Süßes magst, kann ich den Besuch nur empfehlen.
Nationalmuseum für Landwirtschaft in Szreniawa
Das Nationalmuseum für Landwirtschaft in Szreniawa ist eines der größten und bedeutendsten Museen seiner Art in Polen. Der weitläufige Komplex gibt einen spannenden Einblick in das Leben auf dem polnischen Land. Die Sammlung historischer Landmaschinen vom Pflug bis zum Traktor beeindruckt und zeigt dir, wie sich die polnische Landwirtschaft im Lauf der Jahre entwickelt hat. Zum Abschluss kannst du dich in der Hausbrauerei mit Blick auf Sprühflugzeuge und Hubschrauber stärken.
Poznańskie Muzeum Pyry: das Posener Kartoffelmuseum
Das Poznańskie Muzeum Pyry widmet sich ganz der Kartoffel, einer der wichtigsten und am weitesten verbreiteten Nutzpflanzen der Welt. Das Museum bietet einen spannenden Blick auf die Geschichte der Kartoffel, ihre Herkunft in Südamerika, ihren Weg nach Europa und ihre allmähliche Verbreitung über die ganze Welt. Die Führung ist auf Polnisch.
Polnisches Bier
Polnisches Bier ist tief in der Kultur des Landes verwurzelt. Die beliebtesten Stile sind Lagerbiere, Weizenbiere und dunkle Biere. Den Markt beherrschen drei große Gruppen: Kompania Piwowarska, Grupa Żywiec und Carlsberg Polska. Daneben gibt es in Polen etliche kleinere Craft-Brauereien, die einzigartige Biere von hoher Qualität brauen. Zu den Bierstilen mit polnischem Ursprung gehören der Baltic Porter und das Grodziskie. Polnische Craft-Biere solltest du auf jeden Fall probieren - sie können auch erfahrene Bierkenner überraschen.
Porter bałtycki: starkes dunkles Bier von der Ostsee
Der Baltic Porter ist ein starkes dunkles Bier mit hohem Alkoholgehalt, das oft als polnischer Nationalbierstil bezeichnet wird. Er hat einen vollen Geschmack mit Noten von Bitterschokolade, Kaffee, Trockenfrüchten und Karamell. Entstanden ist er zur Zeit der napoleonischen Kontinentalsperre als heimischer Ersatz für den Imperial Stout. Der Baltic Porter gehört untrennbar zur polnischen Bierkultur und sollte auf jeden Fall probiert werden.
Grodziskie: die vergessene polnische Bierspezialität
Das Grodziskie ist ein einzigartiger polnischer Bierstil mit einer langen Geschichte, die bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht. Das helle Bier mit niedrigem Alkoholgehalt ist für seinen kräftigen Rauchgeschmack bekannt. Der stammt vom Weizenmalz, das über Eichenholzrauch gedarrt wird. Charakteristisch ist außerdem der hohe Kohlensäuregehalt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Grodziskie fast verschwunden, heute erlebt es dank Craft-Brauereien und Biertrinkern auf der Suche nach ungewöhnlichen Aromen eine Renaissance.
Grzane piwo: polnisches Glühbier
Das Grzane piwo, also Glühbier, ist ein traditionelles polnisches Getränk mit Wurzeln bis ins Mittelalter. Dieses wärmende Getränk ist vor allem in den kälteren Monaten beliebt. Zubereitet wird es aus Schwarzbier mit verschiedenen Gewürzen wie Zimt, Nelken, Ingwer, Muskatnuss oder Orangenschale.
Paella: ein Wegweiser durch die spanischen Reisgerichte
Jamie Oliver gab Chorizo hinein, und Spanien hat es ihm bis heute nicht verziehen. Die Paella ist das berühmteste der spanischen Reisgerichte - und streng genommen ist sie nicht einmal spanisch, sondern valencianisch. Der Überblick über die Familie der Arroces erklärt, warum das Gericht nach der Pfanne heißt, was Socarrat ist und warum du den besten Reis mittags bekommst.
Tortilla de patatas: das spanische Kartoffelomelett mit und ohne Zwiebel
Die Tortilla de patatas ist ein spanisches Omelett aus Kartoffeln, die in Olivenöl gegart und mit Ei übergossen werden, in der Pfanne von beiden Seiten gebacken. Ein Nationalgericht ohne Wenn und Aber: Man isst sie zum Frühstück, als Tapa an der Bar und kalt im Baguette am Strand, und das ganze Land streitet darüber, ob Zwiebel hineingehört und wie flüssig sie innen sein soll. Den Ursprung beansprucht ein Städtchen, das ihr ein fünf Meter hohes Denkmal gesetzt hat - die Historiker sind sich da weniger sicher.
Spanisches Frühstück: Tostada, Churros und Bier um zehn Uhr morgens
Das spanische Frühstück ist die kleinste Mahlzeit des Tages: geröstetes Brot mit Olivenöl, Tomate oder Schinken, Kaffee mit Milch und Orangensaft; auf der süßen Seite stehen Churros mit dicker Schokolade und Gebäck vom Bäcker. Ein Überblick darüber, was man in Spanien frühstückt: Tostada, Tortilla, Bocadillo und Bikini, wo die Tomate übers Brot gerieben und wo sie geraspelt aufgestrichen wird, warum zum zweiten Frühstück ein Bier gehört und wann die Spanier frühstücken.