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Was isst man rund um die Welt? | Seite 30 von 70

Tunesien

Marché Central de Tunis: die große Markthalle der tunesischen Hauptstadt

Der Marché Central de Tunis, mit ihrem alten Namen Fondouk el-Ghalla genannt, ist die große überdachte Markthalle der tunesischen Hauptstadt aus der Zeit des französischen Protektorats. Neomaurische Hallen umschließen einen Innenhof mit eigenem Fischmarkt, daneben gibt es sizilianischen Käse, Gewürze, hausgemachte Harissa und im Frühling Blüten, die zu Hause destilliert werden. Den an der Theke gekauften Fisch bereitet dir außerdem ein Bistro in der Markthalle direkt zu.

Tunesien

Marché de Kairouan: die Märkte in Tunesiens heiliger Stadt

Die Märkte im tunesischen Kairouan beginnen am Tor Bab Tunis und ziehen sich durch die Gassen an der Mauer der Medina entlang. Auf den Theken liegen Paprika von den umliegenden Feldern, eingelegtes Gemüse mit Zitronen und Datteln aus dem Süden, in den Bistros wird Fisch vom Stand nebenan gegrillt, und die Stände quellen bis auf die befahrenen Straßen über. Kein Schnickschnack für Touristen - der Markt funktioniert wohl noch genauso wie vor Hunderten von Jahren.

Kirgisistan

Tandyr Nan: zentralasiatisches Brot, gebacken an der Ofenwand

Tandyr Nan ist ein zentralasiatisches Fladenbrot aus Hefeteig, das Bäcker an die glühend heiße Innenwand eines Lehmofens kleben und dort backen. Die dünne Mitte mit eingeprägtem Muster verdankt es dem Stempel Chekich, um den luftigen Rand kümmert sich die Hitze des Ofens von selbst. In Kirgisistan liegt es zu jeder Mahlzeit auf dem Tisch; man reißt es mit den Händen, schneidet es nie mit dem Messer und legt es nie mit dem Muster nach unten hin.

Kirgisistan

Plov: Reis, Fleisch und Karotten aus dem zentralasiatischen Kazan

Plov ist Reis, der in einem Kessel namens Kazan gegart wird: Zuerst brät man Fleisch, Zwiebeln und Karotten in Fett an - diese Grundlage heißt Zirvak -, dann kommt der Reis obendrauf und wird nicht mehr umgerührt. Gekocht wird er in ganz Zentralasien, als seine Heimat beanspruchen ihn Usbekistan und Tadschikistan, und in Kirgisistan heißt er Paloo. Er gehört zu den Ehrengerichten - man kocht ihn für Gäste und zu Festen, mitunter gleich für das halbe Dorf.

Kirgisistan

Schaschlik: gegrilltes Fleisch am Spieß

Schaschlik ist Fleisch, das vor allem in Zwiebeln mariniert und am Metallspieß gegrillt wird - in Kirgisistan meist Hammel, im Süden des Landes nach usbekischem Vorbild abwechselnd mit fettem Kurdjuk aufgespießt. Der Name stammt vom krimtatarischen şişlik, in ganz Zentralasien verbreitet hat ihn das Russische Reich. Zum Spieß gibt es Fladenbrot und in Essig eingelegte Zwiebeln.

Kirgisistan

Naryn: festliches kirgisisches Gericht

Der Naryn, ein traditionelles und beliebtes Gericht in ganz Zentralasien, steht in Kirgisistan auch für Gastfreundschaft und Familienwerte. Zubereitet wird er aus gekochtem Pferdefleisch, das in dünne Streifen geschnitten und mit kalten Nudeln und heißer Brühe serviert wird. Zu festlichen Anlässen kommt der Naryn oft als Zeichen des Respekts gegenüber den Gästen auf den Tisch. Er gilt als kirgisische Spezialität, auch wenn er in anderen zentralasiatischen Ländern ebenfalls zubereitet wird.

Kirgisistan

Samsa: die zentralasiatische Fleischtasche aus dem Tandyr

Die Samsa ist eine gebackene Tasche aus ungesäuertem Teig, gefüllt mit Fleisch, Zwiebeln und Schwanzfett, und in ganz Zentralasien zu Hause. Ihr Name stammt aus dem Persischen, und am besten schmeckt sie aus dem Lehmofen Tandyr, in dem sie an der Innenwand klebend gebacken wird. Die Form wechselt je nach Region und sogar nach Bäckerei: In Osch ist sie meist rund, in Kasachstan dreieckig, auf dem Basar in Bischkek erinnert sie an eine Spindel.

Kirgisistan

Chalap: ein salziges kirgisisches Getränk aus fermentierter Milch

Chalap ist ein salziges kirgisisches Getränk aus der fermentierten Milchbasis Süzmö, verdünnt mit kaltem Wasser. Im Sommer wird er in Bischkek direkt auf der Straße aus Fässern und Schüsseln mit Eis ausgeschenkt, es gibt ihn aber auch in Flaschen im Supermarkt. Verwandte Getränke trinkt man in ganz Zentralasien; verglichen mit dem dickflüssigeren türkischen Ayran ist Chalap dünner, leicht säuerlich und erfrischend.

Kirgisistan

Maksym: traditionelles Fermentgetränk aus geröstetem Getreide

Maksym ist ein traditionelles kirgisisches Fermentgetränk aus geröstetem Getreide. Seine Geschichte reicht bis in die Zeit zurück, als die Kirgisen noch als Nomaden lebten. Sie schätzten ihn wegen seines Geschmacks, seiner Haltbarkeit und seiner Heilkraft. Er schmeckt erfrischend und leicht säuerlich und steckt voller Vitamine, Mineralstoffe und Probiotika.

Kirgisistan

Kumys: traditionelles fermentiertes Getränk aus Stutenmilch

Kumys ist ein traditionelles fermentiertes Getränk aus Stutenmilch. Seine Herstellung ist alles andere als einfach. Kumys schmeckt charakteristisch säuerlich und leicht alkoholisch, mitgeprägt vom Rauch der Kräuter, mit denen die Gefäße desinfiziert werden. Die Einheimischen glauben an seine Heilwirkung - er soll der Verdauung, dem Immunsystem und der Vitalität guttun.