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Was isst man rund um die Welt? | Seite 11 von 70

Irak

Znoud el sit: frittierte arabische Teigröllchen mit Creme

Znoud el sit sind frittierte Röllchen aus dünnem Teig mit Milchcreme im Inneren, die gleich nach dem Frittieren in Zuckersirup getaucht und mit Pistazien bestreut werden. Übersetzt heißt der Name Damenarme, und der Irak teilt die Süßigkeit mit dem Libanon und der ganzen Levante. In Bagdad gehören sie zu den Klassikern des Ramadan: Je näher das Iftar rückt, desto länger werden die Schlangen vor den Konditoreien, und die Röllchen werden nach Gewicht verkauft.

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Iskan: die Straße des nächtlichen Street Foods in Erbil

Iskan ist eine Straße in Erbil, benannt nach einer staatlichen Wohnsiedlung. Tagsüber eine unauffällige Geschäftsstraße, nach Einbruch der Dunkelheit eine der belebtesten Adressen im irakischen Kurdistan: Kebab und Hammel brutzeln auf dem Grill, Kubba im heißen Fett, und starker Tee wird aus Kannen eingeschenkt, die direkt in der glühenden Holzkohle stehen. An vielen Ständen bezahlt man mit bunten Wertmarken, die man den Köchen reicht.

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Yassin Kebab: der beste Kebab in Erbil

Yassin Kebab ist ein berühmtes Kebab-Lokal im überdachten Basar unterhalb der Zitadelle von Erbil und eines der ältesten Lokale der Stadt. Gehacktes Lammfleisch mit Schwanzfett wird hier auf flachen Spießen direkt vor den Gästen über Holzkohle gegrillt und auf Fladenbrot mit Gemüse und Ayran serviert. Man sitzt an Gemeinschaftstischen, meist mitten unter Einheimischen.

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Mam Khalil: ein Teehaus voller Fotografien im Basar von Erbil

Die Chaykhana Mam Khalil ist eines der bekanntesten Teehäuser im irakischen Erbil, versteckt im Labyrinth des überdachten Qaysari-Basars. Wände, Gewölbe und Decke sind mit gerahmten Fotografien von Königen, Politikern und Gästen bedeckt, die Gründer Khalil Salih seit seiner Jugend gesammelt hat. Heute führt sein Sohn das Lokal, und neben starkem, süßem Tee bekommt man hier auch ein Stück irakischer Geschichte serviert.

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Pacha: irakische Brühe mit Fleischstücken und Innereien, stundenlang gezogen

Pacha ist ein traditionelles irakisches Gericht: eine kräftige, langsam gezogene Brühe mit Fleischstücken, gefüllten Därmen und Mägen. Dahinter steht die Philosophie, das ganze Tier zu verwerten. Grundlage sind sorgfältig geputztes Lamm- oder Rindfleisch und Innereien, die mit gewürztem Reis gefüllt werden. Alles kocht viele Stunden, bis es vollkommen weich ist. Als Hochburg dieser Spezialität gilt Mossul.

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Tashreeb: irakisches Brot mit Fleisch in kräftiger Soße

Tashreeb ist ein traditionelles irakisches Gericht: zerrupftes Brot mit langsam geschmortem Lamm- oder Hühnerfleisch, übergossen mit kräftiger Brühe. Entstanden ist das Rezept aus der Not, hart gewordenes Brot noch zu verwerten. Ohne einen Teller mit frischem Gemüse und Kräutern kommt Tashreeb nicht aus.

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Irakischer Tee: süßer Schwarztee im Istikan-Glas

Starken Schwarztee aus dem Istikan-Glas trinkt man im Irak den ganzen Tag: nach jedem Essen, auf Märkten und vor Behörden. Zubereitet wird er in zwei Kannen und mit so viel Zucker gesüßt, dass am Boden des Glases eine ungelöste Schicht zurückbleibt. Das taillierte Glas teilt der Irak mit der Türkei und dem Iran, die Unmenge Zucker ist aber seine ganz eigene Handschrift.

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Daheen: irakische Süßigkeit aus der Stadt Nadschaf

Daheen ist eine traditionelle, ausgesprochen kalorienreiche Süßigkeit aus der südirakischen Stadt Nadschaf. Der Name geht auf das arabische Wort für Fett zurück. Die Nachspeise hat eine eigenwillige Konsistenz, die Textur erinnert an dichtes Fondant oder halbfesten Karamell. Zubereitet wird sie aus Weizenmehl, Zucker, Milch und einer ordentlichen Menge Butterschmalz. Eine wichtige Rolle spielen Dattelsirup und geraspelte Kokosnuss.

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Kaster: Pudding aus britischem Pulver auf dem irakischen Tisch

Kaster ist das Dessert, mit dem sich die irakische Küche zu Großbritannien bekennt: ein gelber Pudding aus Custard Powder, also aus der Dose, die der Apotheker Alfred Bird aus Birmingham erfunden hat. Der Name ist das englische Custard, irakisch ausgesprochen und ohne das d am Ende. Man isst ihn gekühlt; im Irak gehört er neben der weißen Mahallabiya und Wackelpudding auf die Ramadan-Tafel, und kaufen kann man ihn auch auf der Straße, mit gehackten Nüssen obendrauf.

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Rumman hamudh: saurer Granatapfel mit Salz

Rumman hamudh sind ausgelöste Kerne des sauren Granatapfels unter einer Schicht Salz - ein Snack von den Straßen des Irak, dessen Name eine Sorte bezeichnet, kein Rezept. Den Brauch, Granatäpfel zu salzen, teilt der Irak mit dem Iran und der Türkei. Die saure Sorte hat dabei nicht unbedingt weniger Zucker als die süße, nur mehr Säure - und das Salz nimmt ihr die Schärfe und lässt die Süße hervortreten.