Tipps für Essen auf Reisen | Seite 12 von 62
Serpme kahvaltı: traditionelles türkisches Frühstück
Das Serpme kahvaltı ist eine traditionelle türkische Art zu frühstücken, bei der das Essen auf viele kleine Teller verteilt den ganzen Tisch füllt. Warm kommen meist Eier auf den Tisch - als Menemen oder auf Sucuk oder Pastırma gebraten. Süß wird es zum Schluss: Honig mit Kaymak, der dicken türkischen Sahne. Dazu kommen frische Backwaren wie Simit oder Bazlama auf den Tisch, und getrunken wird starker schwarzer Tee.
Saç arası: gebratene Nussschnecke aus der Türkei
Saç arası ist ein traditionelles türkisches Dessert aus der Stadt Konya, das aus hauchdünnem Teig, Sahnecreme und Nüssen besteht. Nach dem Backen wird die süße Spirale mit Zuckersirup übergossen. Serviert wird sie immer frisch und heiß.
Sütlaç: türkischer Milchreis
Sütlaç ist ein traditionelles türkisches Dessert, ein feiner, cremiger Milchreis. Die bekannteste Version heißt Fırın sütlaç: Sie wird nach dem Kochen in Tonschalen noch im Ofen überbacken und kommt darin auch auf den Tisch. So bekommt sie an der Oberfläche die typische dunkle Haut mit schwarzen Blasen. Der Name bedeutet wörtlich "Milchspeise". Die Einheimischen essen es gern als leichten Abschluss, der den Magen nach scharfen Fleischgerichten beruhigt.
Simit: traditionelles türkisches Gebäck
Der Simit ist ein traditionelles türkisches Gebäck in Ringform, das mit Sesam bestreut ist. Seine Geschichte reicht bis ins Osmanische Reich zurück. Der Straßenverkauf ist zu einem festen Bestandteil der türkischen Kultur geworden. Traditionell kommt der Simit zu türkischem Tee oder Ayran auf den Tisch, dazu oft Käse, Oliven oder Tomaten. Der Simit gehört zu den unverkennbarsten Symbolen der türkischen Küche.
Mevlana pidesi: regionales Pide aus Konya
Mevlana pidesi ist eine traditionelle türkische Spezialität aus der Stadt Konya. Das Gericht gehört zu den Pide, also zu den Fladenbroten, die an Pizza erinnern. Benannt ist es nach dem berühmten persischen Dichter und Philosophen Dschalal ad-Din Rumi, bekannt als Mevlana, dessen Grab sich in Konya befindet.
Yağ somunu: türkisches Brot mit Käsefüllung
Das Yağ somunu ist ein türkisches Brot, gefüllt mit Käse und je nach Wunsch weiteren Zutaten. Typisch ist es für die regionale Küche der Stadt Konya. Der Name bedeutet "fettiges Brot" und verweist auf die Zubereitung: In das aufgeschnittene Fladenbrot Somun kommt eine großzügige Portion Fett. Am häufigsten füllt man es vor Ort mit dem Schimmelkäse Konya küflü.
Fırında kuru fasulye: weiße Bohnen in Tomatensauce aus dem Ofen
Das Fırında kuru fasulye besteht aus weißen Bohnen in Tomatensauce und wird im Ofen gebacken. Das traditionelle Gericht stammt aus Anatolien, wo es ursprünglich in holzbeheizten Stein- oder Lehmöfen zubereitet wurde. Bis heute gehört es zu den beliebten Spezialitäten der türkischen Hausmannskost. Die Basis bilden vorher eingeweichte weiße Bohnen, Tomatenmark oder frische Tomaten, Zwiebeln und Gewürze; Fleisch kommt nach Belieben dazu. Erst im Ofen bekommt das Gericht seinen typischen Geschmack und die zarte Konsistenz. Am häufigsten kommt das Fırında kuru fasulye mit türkischem Reispilaw auf den Tisch.
Testi kebabı: langsam gegartes Fleisch im Tongefäß
Der Testi kebabı ist eine regionale Spezialität der Töpferstadt Avanos. Fleisch (Lamm, Rind oder Hähnchen), Gemüse und Gewürze garen langsam in einem verschlossenen Tongefäß. Das Gefäß wird beim Servieren dann direkt am Tisch symbolisch zerschlagen. Heute ist der Testi kebabı in der ganzen Türkei beliebt, in Avanos hat er sich aber seinen ursprünglichen Charakter bewahrt.
Zerde: türkischer Reispudding mit Safran
Zerde ist ein traditioneller türkischer Reispudding mit Safran. Seine Ursprünge reichen bis ins Osmanische Reich zurück. Der Name stammt vom persischen Wort "zard" für gelb. Anders als der sehr ähnliche iranische Nachtisch Sholeh zard ist Zerde deutlich flüssiger.
Lokum: die türkische Gelee-Süßigkeit
Das Lokum ist eine türkische Gelee-Süßigkeit. Es sind kleine, elastische Würfel, gewälzt in feinem Zucker oder in Stärke. Die moderne Rezeptur entstand Ende des 18. Jahrhunderts in Istanbul, als die Zuckerbäcker anfingen, raffinierten Zucker und Maisstärke zu verwenden. Dadurch bekam die Süßigkeit ihre typische samtige Konsistenz. Die Luxusvarianten stecken voller gerösteter Pistazien und Nüsse.