Tipps für Essen auf Reisen | Seite 7 von 62
Daheen: irakische Süßigkeit aus der Stadt Nadschaf
Daheen ist eine traditionelle, ausgesprochen kalorienreiche Süßigkeit aus der südirakischen Stadt Nadschaf. Der Name geht auf das arabische Wort für Fett zurück. Die Nachspeise hat eine eigenwillige Konsistenz, die Textur erinnert an dichtes Fondant oder halbfesten Karamell. Zubereitet wird sie aus Weizenmehl, Zucker, Milch und einer ordentlichen Menge Butterschmalz. Eine wichtige Rolle spielen Dattelsirup und geraspelte Kokosnuss.
Kaster: irakischer Pudding
Kaster ist ein ungemein beliebtes irakisches Milchdessert. Dahinter steckt eine aromatische Variante des klassischen Pulverpuddings: Britisches Custard Powder wird mit Milch und Zucker angerührt, und die Iraker haben die Mischung mit Kardamom und Rosenwasser veredelt. Serviert wird er immer gut gekühlt, oft mit einer Schicht Gelee oder knusprigen Nüssen obendrauf.
Rumman hamudh: saurer Granatapfel mit Salz
Rumman hamudh sind saftige Granatapfelkerne, die mit Salz bestreut werden. Für unvorbereitete Europäer wirft dieses Zusammenspiel aus salzig-sauer und süß alles über den Haufen, was sie darüber zu wissen glaubten, wie man einen Granatapfel isst.
Qurs simsim: traditionelles Sesamgebäck aus dem Nahen Osten
Qurs simsim ist ein traditioneller süßer Keks aus dem Nahen Osten. Typisch sind die mürbe Textur und die dichte Schicht aus Sesamkörnern. Die Basis des Teigs sind Mehl, Zucker und Fett - das Besondere ist eine eigene Gewürzmischung. Im Vordergrund steht das zitrusartige Aroma von Kardamom, dazu kommen Anis und Fenchel.
Shalgam: irakische Winterspezialität aus gekochten Steckrüben
Shalgam ist eine irakische Spezialität aus Steckrüben, die langsam in Dattelsirup gekocht werden. Er gehört zu den bekanntesten irakischen Gerichten, die man auf der Straße bekommt. Beliebt ist er vor allem in den kalten Wintermonaten. An den Shalgam-Ständen gibt es fast ausnahmslos auch Bagilla, also gekochte Ackerbohnen mit Sumach.
Samoon: das irakische Nationalbrot
Samoon ist das irakische Nationalbrot. Das Gebäck erkennt man an seiner ungewöhnlichen Form, die an eine Raute oder ein kleines Boot erinnert - außen knusprig, innen weich und luftig.
Mann al-sama: traditionelles irakisches Nougat
Mann al-sama ist eine traditionelle irakische Süßigkeit, die an festes, zähes Nougat erinnert. Sie steckt voller Nüsse und duftet nach Kardamom. Der Name bedeutet übersetzt Manna vom Himmel und verweist auf die ursprüngliche Hauptzutat: ein natürliches Harz, das in Bergregionen gesammelt wird. Von der Zusammensetzung her ähnelt sie stark dem iranischen Gaz. Die Süßigkeit ist lange haltbar und zerläuft auch im heißen Klima des Irak nicht.
Amba: würzige Mangosoße
Amba ist eine würzige Soße aus eingelegter Mango mit kräftig gelber bis oranger Farbe. Ihr Geschmack verbindet die Süße der Frucht, die Säure des Essigs und das markante Aroma von Bockshornklee. Obwohl sie heute untrennbar zur irakischen Küche und zum Street Food des Nahen Ostens gehört, geht ihre Geschichte auf jüdische Händler in Indien zurück.
Motal und Zhaji: Käse aus den kurdischen Bergen
Motal und seine Kräutervariante Zhaji sind traditionelle kurdische Käsesorten, die im Schafsfell reifen und darin auch verkauft werden. Diese uralte Art der Konservierung entstand aus der Not, die Überschüsse in Zeiten ohne Strom über den Winter zu bringen. Heute findest du diese Käsespezialität auf den kurdischen Märkten nur noch selten.
420: das beste Restaurant am Altstädter Ring
Das Restaurant 420 am Prager Altstädter Ring interpretiert die tschechische Küche auf eigene Weise. Hinter dem Projekt steht Radek Kašpárek, ein bekannter Küchenchef, in der Küche hat Marek Kominek das Sagen, für die Desserts ist Kateřina Brodnianska zuständig. Untergebracht ist es in einem aufwendig sanierten Haus mit wunderschönem Innenhof, direkt gegenüber der Prager Rathausuhr.