Was isst man rund um die Welt? | Seite 51 von 70
Zentralmarkthalle in Port Louis: der Basar der Hauptstadt von Mauritius
Die überdachte Markthalle im Zentrum von Port Louis verkauft seit 1845 Obst, Gemüse, Gewürze und Fisch - die verzierten gusseisernen Tore kamen damals per Schiff aus Glasgow. Die Haupthalle duftet nach Kräutern und Masala, die Nebenhallen gehören Fleisch und Fisch, und in einem eigenen Gebäude mit kleinen Bistros wird Alouda ausgeschenkt. Am vollsten ist es samstags; gehandelt wird nur oben bei den Souvenirs.
Markthalle im Bahnhof Victoria: Street Food im neuen Terminal von Port Louis
Die Markthalle im Bahnhof Victoria liegt im Victoria Urban Terminal, dem Verkehrsknoten im Zentrum von Port Louis, von dem aus die Busse in den Süden und Westen von Mauritius fahren und der Metro Express nach Quatre Bornes und Curepipe. Unter einem Dach mit dem Bahnhof gibt es Obststände, Verkaufsfenster mit Dholl puri, Roti und Gâteaux piments für unterwegs und einen Supermarkt.
Satini pomme d'amour: mauritisches Tomaten-Chutney
In Frankreich ist pomme d'amour ein kandierter Apfel vom Jahrmarkt, auf Mauritius ist damit die Tomate gemeint. Satini pomme d'amour ist ein fein geschnittenes rohes Chutney aus Tomaten, Zwiebel, Koriander und Chili, das auf der Insel zu fast jedem Gericht auf den Tisch kommt - von Roti bis Briani. In seinem Namen treffen sich das alte Französisch und ein indisches Wort, das um die ganze Welt gegangen ist.
Rasgulla: frittierte Milchbällchen in Sirup
Auf Mauritius wird die Rasgulla aus Milchpulver frittiert und erst danach in Kardamomsirup gebadet - in Indien würde man so eine Kugel Gulab jamun nennen. Ich schreibe über die Süßigkeit, die zum indo-mauritischen Diwali gehört und darüber, wie ein Hoteldessert meine Meinung über frittierten Teig in Sirup verändert hat.
Mine frit: gebratene Nudeln aus Mauritius
Die Mine frit sind dünne Weizennudeln, im Wok mit Fleisch, Gemüse und Omelettstreifen gebraten, abgeschmeckt mit Soja- und Austernsauce. Nach Mauritius brachten sie chinesische Einwanderer, und die Insel hat daraus ihr Alltagsgericht schlechthin gemacht: Es gibt sie an Imbissständen, in Strandbistros und in Restaurants. Das benachbarte La Réunion kennt dasselbe unter dem Namen Sauté de mines.
Nam Wah Snack: chinesisch-mauritisches Bistro in Flic en Flac
Nam Wah Snack ist ein kleines chinesisch-mauritisches Bistro an der Küstenstraße in Flic en Flac: eine Theke, ein Wok und ein paar Tische unter Ventilatoren. Gebratene und gekochte Nudeln, gebratener Reis und Bol renversé werden hier erst nach der Bestellung zubereitet, die Wontons schwimmen in klarer Hühnerbrühe, und die frittierten Häppchen sind nach zwei Uhr meist vergriffen. Bezahlt wird nur bar.
Sagoo au lait: mauritisches Milchdessert aus Tapiokaperlen
Sagoo au lait ist ein süßes mauritisches Dessert aus winzigen Stärkeperlen, die in Milch oder Kokosmilch mit Zucker und Vanille gegart werden, dick wie ein flüssiger Pudding. Der Name verweist auf das Sago von der Palme, im Topf blubbert aber fast immer Tapioka aus Maniok. Auf die Insel gebracht haben es die tamilische, die chinesische und die französische Küche, und im Supermarkt gibt es das Dessert sogar als Getränk im Fläschchen.
Achard: eingelegtes Gemüse und Obst auf mauritische Art
Der Achard ist geschnittenes Gemüse oder Obst, eingelegt in Öl mit Kurkuma, Senfkörnern, Knoblauch und Chili - eine Beilage, ohne die es auf Mauritius weder Curry noch Dholl puri gibt. Das Wort ist persisch, das Gericht teilt sich der ganze Indische Ozean, und die mauritische Fassung machen Senf und Bockshornklee aus. Fünf Varianten aus dem Glas mit Preisen, von der Zitrone bis zur bitteren Momordica.
Was aus Mauritius mitbringen?
In der Küche von Mauritius treffen Indien, China, Afrika und Frankreich aufeinander, und genauso bunt fallen die kulinarischen Mitbringsel aus. Ich habe ein Rum-Verkostungsset von Saint Aubin mitgebracht, Gewürze zum Aromatisieren von Rum, Kaffee der Rösterei Dodo Café und Vanilletee von Bois Chéri. Salzige Bananenchips und scharfe Ingwerbonbons versüßten den langen Rückflug.
Weinbar Champagneria: Champagner und Cava in einer Prager Gasse wie aus einem Abenteuerroman
Champagneria ist eine kleine Weinbar in der Průchodní-Gasse in der Prager Altstadt, spezialisiert auf Champagner, Cava und andere Schaumweine. Im Advent ist sie die sichere Wahl für einen ehrlichen Glühwein aus Rotwein, der die Stände am Altstädter Ring weit hinter sich lässt.